Review

Mal eine andere Form des Tierhorrors. Es müssen ja nicht immer Krokodile, Killerfische oder Spinnen sein. Nein, in diesem kleinen Horrormovie sind es Killerschnecken, welche Regiesseur J. P. Simone sehr gut in Szene setzt.

Inhalt:
In einem kleinen Kaff kommt es zu immer mehr seltsamen Todesfällen. Es werden komplett abgenagte Leichen gefunden. Erst wird vermutet, dass es sich um Ratten handelt. Doch dem Gesundheitsinspektor kommen da Zweifel und es fällt ihm auf dass die Schneckenpopulation sehr hoch ist. Doch natürlich will ihm keiner glauben. Doch die Killerschnecken holen sich weiter ihre Opfer und erst als es schon fast zu spät ist, versucht man die Fleischfresser zu vernichten.

Schnecken die Fleisch fressen, Schnecken mit kleinen Vampirzähnen. Die Story ist natürlich erfunden und erlogen, aber genau das ist Horror, oder besser gesagt Tierhorror. Auch wenn hier so einiges nicht zusammenpasst, muss ich sagen dass der Film richtig gut geworden ist. Vielleicht liegt das auch daran, dass er der einzige seiner Gattung ist, denn es gibt keinen anderen Film mit Killerschnecken. Natürlich hängt die Erklärung mal wieder mit abgelagertem Giftmüll zusammen, aber auf der anderen Seite, wie will man so etwas sonst erklären.

Dafür ist die Scheckeninvasion richtig gut gefilmt und die Killerschnecken sind größer, schwarz und sehen wirklich richtig schleimig aus. Natürlich dürfen hier auch ein paar blutige Effekte nicht fehlen. Ein Mann hackt sich die Hand mit dem Beil ab, einem anderen platzen die Augen, oder ein Mädchen wird nackt von den Killerschnecken aufgefressen. Man hat hier schon einige blutige Details eingebaut, so etwas gehört einfach zu so einem Film.

Was mir persönlich auch noch gut gefällt ist das stets hochgehaltene Tempo. Man muss nicht ewig warten bis die Schnecken mal loslegen oder bis man sie zu Gesicht bekommt, man bekommt gleich am Anfang zwei blutige Todesfälle geboten und das geht dann stetig weiter so. Regiesseur Simon schafft es die Langeweile von seinem Filmchen fernzuhalten. Lustig anzusehen ist immer, wenn Leute im Wasser sterben und dann immer eine riesen Blutfontäne aus dem Wasser schießt. Man hat hier allgemein kein großes Budget gehabt, aber das was man gehabt hat, hat man sinnvoll eingesetzt und das Endresultat braucht sich nicht zu verstecken.

Spannend wirkt das Ganze nur bedingt, da man eigentlich weiss wer als nächstes ins Gras beisst und man weiss wer die Killer sind und wie sie aussehen. Trotzdem können die Szenen in der Kanalisation ein paar Schocks bieten. Dazu gibt es einen guten, aber eintönigen Sound.

Die Darsteller lassen sich fast alle im Mittelbereich ansiedeln. Es gibt niemand wo besonders heraussticht, aber auch niemand wo grottenschlecht wirkt. Michael Garfield spielt den Umweltermittler, der sich immer mit dem Sheriff streitet und Santiago Alvarez spielt seinen besten Kumpel. Sind alles Darsteller die hier und da schon mal in einem Film mitgespielt haben, aber eben nur in Nebenrollen. Insgesamt noch recht unbekannte Gesichter.

Fazit:
Schleimiger, blutiger Horrorfilm mit ziemlich hohem Tempo. Bedingt spannend und mit soliden Darstellern. Tierhorrorfans kommen nicht drum herum und auch der Rest kann gerne mal einen Blick riskieren.

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