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Vom spanischen Regisseur Juan Piquer Simón („Pieces – Stunden des Wahnsinns“) und seinem Team als Hommage an klassische US-amerikanische Tier-/Öko-Horrorfilme gedacht, entstand Ende der 1980er dieser trashige Genrebeitrag, der nicht etwa mutierte Riesenspinnen oder -ameisen in seinen Mittelpunkt stellt, sondern sich glitschiger, kleiner Nacktschnecken annimmt und sich dadurch weit verbreitete Ekelgefühle zunutze macht.

Man machte es sich allerdings etwas sehr einfach, als man eine völlig belanglose und zudem bisweilen doch arg langatmige Handlung um die hingegen sehr gelungenen, kruden und blutigen Spezialeffekte herumkonstruierte, die kaum Interesse weckt oder Identifikation mit den Protagonisten zulässt. Generell schien man mir das Hauptaugenmerk auf die exploitativen Matschereien gelegt zu haben, denn selbst die Kameraführung ist ziemlich statisch ausgefallen und der Schnitt eigentlich lachhaft.

Durch seinen Charme macht „Slugs“ zwar vieles wett und ist auf gewisse Weise tendenziell „geil langweilig“, zu einem wirklichen Exploitation-Klassiker reicht es meines Erachtens aber nicht wirklich, da letztlich außer den Effekten absolut nichts haften bleibt – außer vielleicht das Bewusstsein, dass für diesen im Prinzip schwachsinnigen Film hunderte echte Nacktschnecken ihr Leben lassen mussten.

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