Slugs
Von Regisseur „Juan Piquer Simón“ auf deren Konto so grandiose Abenteuerfilme stehen wie „Phantastische Reise zum Mittelpunkt der Erde“ oder noch besseren „Reise zur Insel des Grauens“ oder der Kulthorrorstreifen „Pieces - Stunden des Wahnsinns“ bekommen wir mit „Slugs“ einen „Tierhorror“ präsentiert.
Doch so langsam, wie sich Schnecken bewegen, so langsam dauert es auch, bis der Film allmählich in die Puschen kommt. Denn die ersten 35 Minuten passiert so gut wie nichts, außer einer abgehackten Hand, ein explodierendes Gewächshaus und dem Alkohol nicht abgeneigte Menschen aus ner Vorstadt Gegend. Etwas Schwung kommt in die Hütte, als ein Pärchen gerade beim Liebesakt war und von den Schnecken attackiert wurde. Aber auch nichts Weltbewegendes, alles schon Mal woanders gesehen und definitiv nichts Neues.
Die Story ist denkbar einfach. In Ashton Idaho USA einer idyllischen und verträumten Ortschaft tauchen plötzlich fleischfressende hungrige Nacktschnecken auf, die sich rasch vermehren. Der Einzige, der die kommende Gefahr sieht, ist „Mike Brady„ (Michael Garfield), der im Gesundheitsamt arbeitet. Selbst als schon ungewöhnlich viele Todesfälle auftauchten, wollte man dem guten „Mike“ nicht glauben. Mithilfe einiger überzeugter bringen sie die Schneckenplage durch eine Chemikalie zur Strecke, die letztendlich wieder mal durch menschliches Verschulden (Giftmüll) entstanden ist.
Also ich weis ja nicht so recht, ob das jetzt so der Burner war. Obwohl das alles atmosphärisch und authentisch wirkt, will „Slugs“ nicht richtig Zünden. Das Ganze zieht sich hin wie Schneckenschleim. Einige Blutszenen können sich sehen lassen, auch die Effekte sind durchschnittlich in Ordnung, schauspielerische Leistung angemessen und okay, aber irgendwie fehlt dem Film an Spannung und Mitreißeffekten. Das Gezeigte kommt einen alles bekannt vor.
Unterschied zu anderen Tierhorror sind die Schnecken, die bisher noch nicht vorkamen und natürlich der trashige Humor von „Juan Piquer Simón“ was einen kleinen Wiedererkennungswert aufweist. Zusehen z.B. in der Gewächshausszene oder den schrägen Charakteren.
Die Splatterszenen sind wie gesagt, wohl noch das Packendste von „Slugs“. Ob die mit der abgehackten Hand oder der aufgequollene Bauch aus dem ne ordentliche Blut Fontaine spritzt, abgenagter Haut am Schädeln usw. Doch die Handlung und wenig ausgeprägte Charaktere übertrumpfen hier leider. In den Finalszenen können sich hingegen die Effekte wieder mehr sehen lassen.
Ich denke Tierhorror Fans, werden mehr oder weniger auf ihre Kosten kommen, aber für die restlichen bleibt „Slugs“ nettes Unterhaltungsprogramm am Abend. Alles irgendwie durchschnittlich.
Fazit:
Mit dem Schneckenschleim konnte „Juan Piquer Simón“ bei mir nicht Punkten, da hat man wesentlich Besseres von ihm gesehen und daher ausreichende 5/10