Comicverfilmungen boomen und boomen und bei diesem ganzen Boom, kommt richtig viel Müll auf den Markt!
„UltraViolet“
ist so ein Ultravirulenter Scheiß!
Violet (Milla Jovovich) ist ein Vampir, eine sogenannte Hemophage (Hemoglobin =Blut ; Phagaus = Fresser), denn das hört sich bedeutend besser an. Sie hat Six (Cameron Bright) entführt, einen Jungen, der ein Virus in sich trägt, um die Hemophagen zu eliminieren. Violet hofft darauf, dass durch Six ein Wirkstoff entwickelt wird, damit sie geheilt wird. Doch dann kommt alles anders als sie dachte...
Tolle Story! Da strotzt es mal wieder nur so vor Einfallsreichtum. Da gibt’s ne „böse“ Minderheit, die von den „guten“ Normalos, Menschen, ausgerottet werden sollen, weil sie fremdartig sind (vgl. u.a. „X-MEN“). Dann kommt ein scheinbar ganz unverhoffter „Twist“ gegen Ende und schon denkt sich unser Major Label Sony das es voll den Bringerfilm produziert hat! Pustekuchen! So nen selten doofen Film hab ich schon lange nicht mehr gesehen.
Milla „DAS FÜNFTE ELEMENT“ Jovovich sieht zwar richtig sexy aus und hat ab und an für physiologische Reaktionen gesorgt, welche in nicht weiter zum Gegenstand dieser Rezension machen möchte, aber ansonsten ist bei diesem Streifen nichts bemerkenswert! Cameron Bright, der in „Running Scared“ eine super Figur abgegeben hat enttäuscht hier gewaltig. Als Six schaut er kontinuierlich hohl drein und wenn er was sagt möchte man ihm gleich ein paar in die Visage geben.
Der Oberbösewicht- Mal wieder so ein klischeebeladener Diktator mit innovativem Kardinalstitel, ist einfach nur zum Totlachen. Erstens hat er die ganze Zeit so ein Teil in seinem Riechorgan hängen, was scheinbar eher als Popelfänger dient als sich vor dem Hemophagenvisrus zu schützen, zweitens gleicht sein Charisma als Schlawiner eher dem eines toten Iltis! Wenn man unserer Hemophagentruppe mal in den Mund schaut, so entdeckt man billige Plastikbeißerchen, die mit liebe zum Detail in die Kauleisten der „Schauspieler“ geklebt wurden. Unfassbar, dass so etwas heute noch vorkommt!!!
Wenn schon die darstellerischen Qualitäten auf dem Nullpunkt sind, kann normalerweise die Action für Kompensation sorgen... Zu früh gefreut! Auch das trifft nicht bei „UltraViolet“ zu.
Da hat Violet so einen ultracoolen „Anti - Gravitybelt“ (Nein ich frag ja nicht mal warum er funktioniert oder woher sie ihn hat) den sie nach kurzer Zeit schon wieder abgibt, obwohl er durchaus hilfreich wäre... Egal, denn Logik gibt es in diesem Film nicht! Effekttechnisch ist hier die billigste CGI am Werke die man sich vorstellen kann! Da hat „Tron“ noch mehr neuzeitlichen Visual FX Charakter als dieser Schinken! Zudem kommen ganz tolle Farbspielereien im Filmchen vor, die einem die Tränen in die Augen jagen. Somit ist der Film nicht nur inhaltlich sondern auch optisch ein Paradebeispiel für den allerschlechtesten Geschmack (bis auf die scharfe Milla!).
Mit billigen Martial-Arts Einlagen und bescheuerten Ballereien greift dann Kurt Wimmer noch einmal tief in die Klischeekiste, um „UltraViolet“ Dynamik zu verleihen. Doch auch hier wirkt vieles deplaziert und langweilt selbst den tolerantesten Zuschauer nach kurzer Zeit.
Fazit:
„UltraViolet“ ist ein Exempel dafür, dass Tricksereien und banale Action über einen Schwachmatenplot nicht hinwegtäuschen können.
Das einzig Gute an diesem Film ist das Aussehen der Protagonistin, was jedoch als Basis für einen gelingenden Film wirklich zu wenig ist.
Auch die Argumentation das Sony stark gecuttet hat ist für mich kein Argument für das schwache Ausfallen des Films...Ob nun Blut spritzt oder nicht: Die Qualität wird in Hinsicht auf Effekte und Inhalt Schrott bleiben!
1 Punkt für die scharfe Milla!