Review

ULTRAVIOLET





Violet (Milla Jovovich) wird Ende des 21. Jahrhunderts, wie Millionen andere Menschen, von einem Virus befallen, von da an verfügt sie über ein paar besondere Fähigkeiten. Sie ist stärker, schneller und tödlicher als normal und gehört somit einer Randgruppe an. Ihresgleichen werden gejagt und getötet. Als von einem Gegenmittel die Rede ist gerät die Normalität aus den Fugen und alle sind hinter einem kleinen Jungen her…







Equilibrium II „?“



Nein. Weder offiziell noch inoffiziell kann sich ULTRAVIOLET mit der ersten Regiearbeit von Kurt Wimmer messen. Dafür bietet der Film inhaltlich einfach zu wenig, um nicht zu sagen nichts. Hart aber herzlich diese Ansage, doch Erwartungen, vor allem wenn sie hoch sind, können manchmal echt nervig ernüchternd sein. Der Trailer versprach einen geilen Sci-Fi-Actioner mit Milla in der Hauptrolle und Kurt Wimmer als Megaphonschwinger. Die Action und Milla sind auch geblieben, allerdings war es das dann auch schon wieder. Ich schätze Sony’s Einfluss trägt einen großen Teil dazu bei, denn allein die kommerziell erträglichere, zurechtgeschnittene, Alterfreigabe dürfte den Fans arg aufgestoßen haben. Nun ist dies nicht das einzige Problem. Da die Story grundsätzlich eh nur als Skelett dient um Action in Form von Fleisch und Organen dranzusetzen, tät dieses Märchen um genmanipulierte Menschen, welche nun Vampireigenschaften aufweisen, prinzipiell durchgehen. Doch Logik und lächerliche Auflösung des Ganzen, geben dem Szenario klar den Todesstoss.



Da kann auch die dynamische Optik gar nix retten. Zumal der überstilisierte Style fast schon zuviel des Guten ist. Das 30 Millionen Dollar Budget floss zum großen Teil sicher in die optische Umsetzung und Postproduktion. CGI-FX wohin man sieht. Weiterhin werden auch mal sämtliche physikalischen Gesetze umgangen und mangels innovativer Ideen einfach mit Action weggebügelt. Funktioniert über kleine Strecken ganz gut, zumal die Choreographie derselben wenigstens cool fotografiert wurde. Ok, Ok dies ist ein Sci-Fi-Film und da kann man an all den Punkten ein wenig fingieren, doch sollte irgendwo eine Seele sein. Blasse Figuren (selbst die sexy Aktrice Milla Jovovich bleibt nur sexy) und optischer Overkill sind keine Garanten dafür einen abendfüllenden Kracher zu konzipieren.



Kurt Wimmer’s zweite Regiearbeit krankt von Beginn an. Die Comicoptik ist einfach zu sauber und erinnert an alte „Babylon V“-Zeiten. Die CGI generierten Sequenzen wirken über weite Strecken einfach nur unecht. Lediglich Schnitt und Actionregie können überzeugen und lassen ansatzweise erahnen was für Potential die sagenumwobene Unrated-Fassung haben könnte



Fazit: Vollkommen überstilisierte Actiongranate, die vom Edellook tot getrampelt wird und Milla Jovovich einmal mehr als blasse Aktrice martialisch die Menschheit retten lässt.



Ist sicher etwas für die Actionfetischisten und nicht ohne Grund als DTV in den Videotheken gelandet.



Eben gesehen und schon wieder vergessen!



5 von 10

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