Review

Was'n Film?!!!

Also Tony Scott ist schon so einer, schon immer im Schatten seines, zumindest in Hollywood erfolgreicheren Bruder's Ridley, knallt er oft aus dem Nichts einen echten Kracher hin, war MANN UNTER FEUER schon so ein kleiner Fausschlag in die sonst doch eher stagnierenden Hollywoodgefilde {Selbstjustizthematik mit einen brillanten Denzel Washington der den Film quasi im Alleingang trägt), so verhält es sich bei DOMINO mindestens ebenso!

Lose angelehnt an die wahre Geschichte der echten Domino (vom Model zum BountyHunter) erzählt Scott von ihrem Leben das Sie nicht wollte (angeblich) und doch bekam. Er verpackt das ganze in einen Gangster-Thriller, wobei freilich die autobiographischen Erläuterungen auf der Strecke bleiben, dafür aber das Mär an Satire {Reality-TV), Drama und natürlich der Action um so saftiger Raum bekommen. Rausgekommen ist ein solider Thriller mit teils aberwitzigen, fast schon Gesellschaftskritischen, Seitenhieben auf die heutigen abgestumpften Fernseh-Konsumenten und teilweise wirklich coolen Actionsequenzen, die in ihrer Art mehr als einmal an die Vorgänger Scott's erinnern. Auch die dramaturgischen Elemente, welche sich nicht nur auf die Hauptprotagonistin beschränken funktionieren auf dieser Ebene vorzüglich. Ich sag nur Mickey Rourkes Geschichte um seinen fehlenden grossen Zeh -Hammer!

Zugegeben dem Charakter um Domino, hätte schon mehr Tiefgang nicht schaden können, aber wären da wohl zu viele Aspekte gewesen, mit denen die echte Frau Domino, nicht einverstanden gewesen wäre, denn sie war unter anderem Drogenabhängig. Ausserdem hätte dies den Film im gesamten eventuell verlangsamt und dem 2 Stündigen Vehikel die eine oder andere Länge beschert.

Die viel gehypte Keira Knightley ist zwar eine wirklich süsse Maus und man sieht ihr den Spass um ihre Rolle an, aber sie hat keine Chance gegen die Darstellung von Mickey Rourke, der seid seinem Sin City Comeback wieder voll da ist, der Mann hat, gezeichnet von seinem exzessiven Leben, eine Austrahlung die zumindest mir auch nach Ende des Film in Erinnerung blieb. Auch der Rest der Darstellerriege fügt sich nahtlos überzeugend in das Endprodukt ein, wobei Christopher Walken und die 2. süsse Maus Lucy Liu auch besondere Erwähnung verdienen.

Die Machart an sich ist dann fast schon wieder typisch für Scott, der sowieso nie ein Hehl daraus machte wo er sein Handwerk gelernt hat und so lässt er einen wahren Overkill aus schnellen Schnitten, verschiedensten Filtern und der bewährten Slow-Mo,-Fast-Motion auf den Zuschauer los, was dem Film wirklich Speed und eine gewisse Eleganz verleiht.

Kein totaler No-Brainer und für Freunde von so Filmen wie "Mann unter Feuer" ein Fest der Sinne.

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