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Tony Scotts "Domino" erinnert in der Machart filmtechnisch etwas an Oliver Stones Werke "Natural Born Killers" und "U-Turn - Kein Weg zurück". Rasant geschnitten, mitunter brutal und böse, erreicht das Werk aber nicht die Klasse und den Kultstatus von Stones genannten Filmen. Einige gute Passagen sorgen für Kurzweil, die Geschichte reißt aber nicht durchgehend mit. So erscheint "Domino" stilistisch und schauspielerisch sehenswert, bleibt inhaltlich aber mau.
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Ein hyperaktives Kind auf Speed, so könnte man den Film vielleicht beschreiben. Von allem viiiiiiiiiiiel zu viel, schaut man sich allein schon die Liste der agierenden Stars an. Das konnte nur zum absoluten Overloading und zur Überforderung des Zuschauers führen. Die offensichtlichen Meisterwerks-Ambitionen gingen voll daneben, sämliche "modernen" Filmstilmittel wurden so brutal und in zu grosser Menge zusammengewürfelt das man sich an einen Musikvideo-Clip erinnert fühlt. "Auf realen Charaktern basierend"? Wohl kaum! Der Zuschauer hats "belohnt" und das Ganze wurde ein absoluter Flop...
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Meiner Meinung nach handelt es sich hier keinesfalls um einen schlechten, jedoch etwas unausgegorenen Film. Die Story ist nicht besonders einfallsreich und die teils sehr hektische Inszenierung von Tony Scott (wie auch schon in "Man on Fire") ist etwas gewöhnungsbedürftig und dürfte nicht jeden Zuschauer ansprechen. Die Akteure liefern allesamt ein gute Leistung ab (obwohl Keira Knightley für mich nicht die Topbesetzung ist). Grandios ist der Score, der von Anfang bis Ende absolut stimmig ist und perfekt zum Geschehen passt. Größes Manko des Films: einzelne Handlungsstränge wie z.B. die Jerry Springer Show oder die beiden Beverly Hills 90210-Darsteller bringen die Story in keiner Form weiter und wirklich um ehrlich zu sein etwas lächerlich. Insgesamt ok, aber wir sind von Tony Scott besseres gewohnt...
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Kann mich meinem Vorredner nur anschliessen. Der Film ist extrem stylisch und sehr rasant geschnitten und das wiederrum sorgt für Abwechslung im Grauen Kino Alltag. Tony Scott´s Art Filme zu machen finde ich doch extrem eigensinnig, aber im positiven Sinne. Ein Rausch an Bildern und Sounds Soundtrack hat gepasst. Paar nette abwechslungsreche Tracks aus Hip Hop, Oldies und Techno. Schauspielerisch natürlich oberer standart ! Keira sehr sexy kann ich nur sagen. Die Story wird super erzählt durch Rückblenden, wo man niemals unkonzentriert sein darf, was somit die Schwäche des Films ist, aber ich sag nur: Hirn an beim Filmgenuss. Dazu noch sehr fetzige Charaktere wie den Afgahnen und die Filmcrew ;-) Domino, sexy, hart, witzig, spanndend und stylisch. Empfehlung von mir. 9/10
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Der Film verdient eine ganz eigen(artige;)) Kritik: Szene, Cut, Cut, Cut – Szene Cut, Szene Cut, Cut, Cut, Cut, Cut! Tony Scott hat's wieder getan. Ein Endlos-Musikvideo quasi. Höllisch, schick und optisch total durchgestylt, aber dennoch rotzig und voller Action. Genau so möchte ich Tony Scotts Filme sehen. Das funtionierte schon bei man on fire und bei Domino funktioniert es in einigen Szenen sogar noch besser, zumal hier auch nicht die etwas fragwürdige Message dem Ganzen im Wege steht. Zwar hat sich die Hauptperson einen etwas seltsamen Beruf gewählt aber letztlich wird Mord und Totschlag hier nicht verherrlicht, wobei man Man on Fire ja wirklich die Verherrlichung eines Rachefeldzugs unterstellen konnte. Insgesamt wird die wahre Lebensgeschichte der Domino Harvey überzeugend umgesetzt. Das Ende ist zu hollywood-like aber das läßt sich verschmerzen, da der Rest des Films "sitzt". 9 von 10 Punkten.