Review

Es gibt Filme denen man kein Review sondern eine Liebeserklärung widmen möchte.

Hana-Bi

Plot :

Yoshitaka Nishi, ein tokioter Bulle ist am Ende seines Lebens angelangt: Immense Schulden bei der Yakuza, Freund Horibe der bei einer Observation zum Krüppel geschossen wird und eine todkranke Frau, der nur wenige Tage zum Leben bleiben.
Nishi sieht keinen Ausweg, entschliesst aus dem System auszusteigen und überfallt eine Bank.
Da er seine Frau ein letztes Mal glücklich sehen will, fährt er mit ihr in die wunderschöne Landschaft des Fujiyama.
Doch die Mafia und seine Ex-Kollegen sind ihm bereits auf den Fersen.

Kritik:

Kitano zaubert aus einem etwas reisserischem Plot ein Gesamtkunstwerk, welches eine faszinierende Bildsprache an den Tag legt. Die wortkarge, melancholische Atmosphäre, der famose Wechsel zwischen bedächtiger Stille, geradezu zartem Humor und brutalen Szenen werden in einer Art und Weise zusammengewoben, zu der wohl nur Takeshi in der Lage ist. Die Handlung wird durch herrliche Einblicke in den japanischen Alltag und die Schönheit der dortigen Natur untermalt.

So hinterlässt Hana-Bi nach dem Anschauen eine Vielfalt von Emotionen die einen sehr bewegen.

Der Kontrast zwischen dem zugleich zynischem und liebevollem Nishi, der seine Gefühle nicht zu zeigen vermag, seinem Kollegen, der nach seiner "Hinrichrung" nur langsam einen Ausweg aus der völligen Leere findet und nicht zuletzt seiner Frau, die ein letztes Mal die Schönheit des Lebens erblickt brennen sich beim Zuschauer ein.

Fazit:

Kitano hat mit seinem Lebenswerk einen solch hohen Maßstab gesetzt, dass Hana-Bi wohl nicht den Spitzenplatz unter seinem Schaffen einnimmt.
Letztendlich ist ein (nur) guter Kitano einfach ein hervorragender Film.

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