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MIt Hana-Bi schuf Takeshi "Beat" Kitano seinen ruhigsten, wenn auch bewegensten Film. Prinzipiell geht es um den Polizisten Nishi (Kitano), der in lezter Zeit dergestalt viele Tiefschläge hinnehmen mußte (ein Kollege stirbt durch seine Schuld, seine Frau ist unheilbar krank und steht schon vor dem Ultimatum, Ärger mit der Yakuza usw.), daß er sich lebensmüde dafür entschließt, alles auf eine Karte zu setzen, um seiner Frau die letzten Wochen zu verschönern - und er wird zum Bankräuber. Gleichzeitig zeigt der Film das Leben im Rollstuhl des Polizisten Horibe (Ren Ohsugi), der sich von seiner Familie im Stich gelassen der Malerei widmet.

In diesem Film hat sich Multitalent Kitano so richtig ausgetobt und noch nie so viel auf einmal auf sich genommen: Hauptrolle, Regie, Schnitt und Drehbuch, und die Malereien von Horibe stammen ebenfalls von ihm. Herausgekommen ist sein poetischstes aber auch wortkargstes Werk, dessen stille Dramatik und und dezente Unaufdringlichkeit mich schlichtweg umgerissen hat. Ungeahnte, schnelle Schnitte treffen auf mühevoll und lange festgehaltene Landschafts- und Künstlerbilder, wie es noch nie zuvor zu sehen war.


Fazit: wie ein Vorschreiber bereits sagte - schwere, ungewohnte Kost voller zweideutiger Poesie, hitzigen Gewaltausbrüchen und tragischen Momenten der Stille, untermalt mit der klangvollen Musik eines genialen Joe Hiasashi. Meiner Meinung nach Kitanos Bester.

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