Cosa-Nostra - Im Trommelfeuer seiner Fäuste (der Mike Hunter- Covertitel, in den Credits Kung Fu statt Cosa-Nostra) zeigt uns die äußerst prätentiöse und naive Welt des Martial-Arts- Kinos der 70er. Handkanten und Fußtritte verfeinern gekünstelte Dialoge und überfrachtetes Machogehabe. Damit fährt dieses Werk bei all seiner Schlichtheit nach einem stets unterhaltsamen und vorwärtsgerichteten Fahrplan, welcher schnell und Ideenreich die bekannten Genreklischees abhandelt. Die Geschichte ist ein weiterer Aufguss des bekannten Syndikatgeplänkels. In dessen Verlauf sich unser Held (Mitchum) undercover einmischt, sich mit einem weiteren Mitstreiter (Jimmy Lee) verbündet, um gemeinsam den Bösen im finalen Showdown mächtig auf die Hühneraugen zu treten. Chris Mitchum berichtet gerne in Interviews über seine besondere Sportlichkeit, in diesem Film erkennt man aber höchstens einen besonders geschickten Schnitt. Wie zu erwarten muss man sich bei diesem Streifen intellektuell nicht allzu sehr verausgaben, wird dafür aber bestens mit vielen mittelmäßigen Schauspielern sowie richtig guten schlechten Overactern und durchschnittlichen Kampf- Choreographien bei Laune gehalten. Durchaus empfehlenswerter C-Film, dessen deutsches Videocover noch weit innovativere Wege beschreitet. Es suggeriert einen Katastrophen-Karate-Film, was immer das auch sein mag? sergio-garrone