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Ermittler Sean Archer schafft es nach jahrelangen Bemühungen endlich, Castor Troy dingfest zu machen, ein Terrorist, der einst Archers kleinen Sohn erschossen hat. Um einen verheerenden Anschlag zu verhindern, lässt Archer sich mittels eines komplizierten medizinischen Verfahrens Troys Äusseres verpassen, um dessen Bruder Polloux auszuhorchen; der soll im verraten, wo eine bereits scharf gemachte Bombe positioniert ist. Das gelingt zwar, aber inzwischen ist Troy aus dem Koma erwacht und hat sich seinerseits Archers Gesicht aufsetzen lassen...

John Woo richtet hier die Action Set Pieces mit der grossen Kelle an, da gibt's Aufsehen erregende Shoot Outs, Stunts, pyrotechnische Spielereien, etc. am laufenden Band und bis zum Exzess. Die Inszenierung lässt keine Längen aufkommen, legt ein extremes Tempo vor und gibt sich gerne mal entzückend pathetisch, mal hübsch brutal. Logikfehler gibt es zum Glück nicht allzu viele, aber wer hier nach Realismus, ist definitiv am falschen Platz.

Auch an grossen Gefühlen wird nicht gespart. Die ganze Sache mit dem Identitätstausch gibt ein bisschen Gelegenheit zum Nachgrübeln und stürzt die beiden Protagonisten sowie deren Umfeld in die eine oder andere herzergreifende Krise und auch bei der Geschichte um Archers toten Sohn wird auf die Tränendrüse gedrückt. John Travolta und Nicolas Cage meistern auch diesen ernsten Part, beweisen ansonsten eine Menge Spielfreude und Mut zum Overacting (besonders Cage läuft teilweise völlig aus dem Ruder). Wunderbar anzuschauen.

Fazit: Ganz grosses Kino mit viel Action, Gefühl und Pathos, so unterhaltsam wie ergreifend.

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