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Einer von Heinz Rühmanns bekanntesten Filmen.
Er spielt Teddy Lemke, einen Berufsclown, der nun i Ruhestand ist und in einem Scherzartikel arbeitet.Er lebt mit seinem Ulli zusammen, einem kleinen Jungen, der glaubt, dass Teddy sein Vater ist. Er kümmert sich rührend um ihn, bringt ihn ins Bett , singt ihm was vor ("Lalelu..", was dann einer von Heinz Rühmanns großen Erfolgen wurde) und kocht für ihn. Doch bald kommt Ullis Mutter zurück, die vor Jahern nach Amerika geflüchtet war, um Ulli zu sich zu holen.Aus Angst fliéht Teddy mit Ulli ins Ausland, doch er kann der Wahrheit nicht entkommen.
Er muß Ulli zurückgeben und ist sehr traurig. Bis sich das Schicksal doch zum Guten wendet...
Heinz Rühmann ist auch hier brilliant,die Vaterrolle füllt er mit seiner eigenen menschlichen Wärme und Güte aus.Umso mehr wirkt dann auch seine Trauer, wenn er Ulli zurückgeben muß.Der Film an sich besticht nicht nur durch die in Rühmann Filmen gewohnte Komik, sondern auch durch die schon angesprochenen Gesangseinlagen, wie z.B. der Hit "Wenn der Vater mit dem Sohne", den Heinz Rühmann mit seinem kleinen Filmpartner Oliver Grimm singt.Ich denke, ein Satz, der auf den Film zutrifft, ist folgendes Zitat von Heinz Rühmann:
"Zeit meines Lebens habe ich auf die Idee gehofft, auf die Philosophie, die einer Clownsfigur erst den geistigen Hintergrund gibt." Denn der Clown Teddy Lemke ist identisch mit dem Vater Teddy Lemke,der seinen Sohn liebt.Es zieht sich durch die Filme von Heinz Rühmann durch, dass er immer lustig ist, immer komisch ist, aber trotzdem am Schluß mit einer nachdenklich stimmenden Aktion auftritt und dem Zuschauer, dass Gefüh gibt, er habe gerade etwas Besonderem beigewohnt.
Das ist es was ich Heinz Rühmann Filmen mag, insbesondere in diesem Film, das Menschliche, der enge Zusammenhang von Schwäche und Stärke, das Echte, das Bewegende und das Großartige, wofür Heinz Rühmann immer ein Denkmal darstellt.
Leider gibt es heutzutage sowas nicht mehr, den das Geld hat die Kunst längst verdrängt.Doch hat jeder die Möglichkeit seine Philosophie in Filmen zu finden. Das ist auch die Hauptaufgabe des Mediums Film, dass etwas wirkt, tragisch oder witzig, aber auf jeden Fall echt, und nicht nur der Unterhaltung wegen.
Dieser Film ist wunderschön gemacht und auch Heinz Rühmann spielt hier zum ersten Mal das, was er zeit seines Lebens immer sein wollte, ein Clown. Die Clownsfigur ist symbolisch für den Schauspieler Rühmann und ist mit der ureigenen Melancholie eines Clowns auch verantwortlich für die Wirkung dieses Films, der einfach großartig ist.
10/10 Punkten.

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