Denkbar ungünstige Vorzeichen: Sience Fiction. Ein Kinofilm, der auf einer abgesetzten TV-Serie basiert, die noch dazu vom "Buffy"-Macher stammt und'n ziemlich mieses Cover verführen nicht gerade zu einem hoffnungsvollen DVD-Abend. Aber aus Mangel an Alternativen und wegen der 16er FSK hab' ich dem Ding dann doch'ne Chance gegeben und siehe da - ich hab' mich prächtig unterhalten!
"Serenity" hat vor allem das, was Lucas in seinen letzten drei SW-Produktionen fehlte: Charme und lebendige Charaktere! Captain Malcom Reynolds ist der Han Solo der Gegenwart. Nur augenscheinlich noch eine ganze Ecke unmoralischer, egoistischer und skrupelloser als Opa Solo und gibt damit einen prima Outlaw ab, der eine nicht weniger halbseidene Crew beschäftigt. Als sich ihnen ein Geschwisterpärchen anschliesst, offbaren sich Geheimnisse, die eine allmächtige Regierung lieber noch ein Weilchen vertuscht hätte...
Mit erstaunlicher Sicherheit inszeniert Whedon die geschickt aufgebauschte Story. Anstatt sich in einer Muppetshow zu ergehen, begeistert der Film mit viel Understatement, grimmigen Witz und knackigen Action-Szenen. Auch das Gelackte in der Optik von vergleichbaren Großproduktionen fehlt und man hat eher den Eindruck, es mit einem Spagetti-Western im Sci-Fi-Genre zu tun zu haben...
Gutes Entertainment! Auch wenn es in keinster Weise einen Griff nach den "Stargate"-DVDs oder ähnliches Gedöns provoziert...