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Vor Jahren kämpfte Captain Malcolm Reynolds im Galaktischen Bürgerkrieg gegen die Allianz - und verlor. Mittlerweile lebt er mit seiner kleinen, bunt zusammengewürfelten Crew seines Raumschiff Serenity am Rande des Universums. Als Malcolm zwei Passagiere an Bord nimmt - einen jungen Arzt und dessen telepathische Schwester - handelt er sich riesige Probleme ein: Die allmächtigen Allianz will das Geschwisterpaar in ihre Gewalt bringen. Doch nicht nur ein unaufhaltbarer Militärapparat und die grauenhaften kannibalischen Reavers bedrohen die Serenity, sondern auch eine Gefahr, die im Raumschiff selbst lauert ...

Serenity ist der Abschlußfilm der nicht allzu langlebigen Science Fiction Serie Firefly, von der ich ehrlich gesagt noch nie was gehört oder gelesen, geschweige denn gesehen habe. Die Story erinnert ziemlich stark an den alten Space Raiders Schinken. Eine Gruppe von Outlaws muß unfreiwilligerweise auf ein junges Gör aufpassen und wird von einem bösen Imperium quer durch Galaxis gehetzt. Dieses Serienfinale wurde ziemlich aufwendig produziert, jedenfalls sehen die Sets, Kulissen und FX absolut professionell aus. Die Darsteller aus der Serie konnten auch wiedergewonnen werden, die allererste Schauspielerriege Hollywoods ist nicht dabei, doch die Beteiligten liefern einen akzeptablen Job ab, obwohl es mich irgendwie störte das alle Rollen ziemlich jung besetzt wurden, aber das ist ja eine alte Serienkrankheit. Allerdings hätte der böse farbige Hunter nicht so offensichtlich die Blade-Coolness-and-Swordsplay-School-of-acting besucht haben müssen.
Aber egal, der Film überzeugt von Anfang an nicht nur durch seine visuellen Gimmicks, sondern auch mit einem reichlich flottem Tempo und größtenteils sympathischen Charakteren. Laserwaffen wurden noch nicht erfunden so wird sich auch gerne mal mit einem Colt Marke 1850 durch die feindlichen Reihen geballert. Teilweise recht brutale Szenen wechseln sich mit humorvollen ab (recht lusigen sogar), aber die Mischung aus beidem stimmt hier. Ich glaube wenn diese Firefly Serie mal wieder irgendwo läuft ziehe ich mir die eine oder andere Episode mal rein. Abgerundet wird die Sache von einem soliden Showdown und dem üblichen Schmachtende.
Am Ende hat man zwar irgendwie das Gefühl, das noch längst nicht alle Fragen beantwortet wurden und irgendwie noch ein weiterer Film geplant war (oder ist), aber der Streifen macht wirklich Laune. Er ist zwar nicht auf dem Level von Star Wars (den ersten drei natürlich) aber auch nicht allzu weit drunter. Launige Nummer.
8/10

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