"You´re gonna need a bigger boat."
Also, diese Rezi muss als extremst subjektiv erachtet werden, denn "Jaws" war sozusagen sowas wie meine Einführung in die Welt des Horrors. Hatte ich mich noch mit sechs Jahren Samstag abends im ZDF bei Vincent Price in einer seiner zahlreichen Edgar-Allan-Poe-Verfilumgen aus den 60ern unangenehm gegruselt, muss es irgendwann 1983 gewesen sein, da kam "Der wiße Hai" in der ARD um 21.00 Uhr. Die Eltern waren nicht da, der große Bruder war überzeugt, das Fest konnte beginnen.
Und um die Genialität dieses Films und seiner Macher zu beschreiben, genügt die eine Szene aufgrund der ich mich genötigt sah, in der Nacht der Filmausstrahlung vor Angst mal wieder ins Bett meiner Eltern zu schlüpfen.
Es handelt sich um jenen Abschnitt des Films, in dem Meeresforscher Hooper (R. Dreyfuss) zu dem versunkenen Schifferboot hinabtaucht, den Bootsrumpf mit einer Taschenlampe ableuchtet, und dann.... Ja, DANN!!!!!
Was muss das für ein Gefühl gewesen sein, diesen Film damals 1975 im Kino zu sehen und sich danach tatsächlich nicht mehr in die Badewanne, geschweige denn ins Meer getraut zu haben?
Seit mir die DVD des Films bekannt ist, und damit auch die Entstehungsgeschichte der o.g. Szene, die nachträglich im Swimmingpool von Spielbergs Cutterin entstanden ist, weil er "one more scream" in den Film bringen wollte, bin ich um so mehr zum Spielbergianer geworden.
"Jaws" wird für immer ein Meilenstein in der Geschichte des Horrorfilms bleiben, ein Film, den man wieder und wieder mit Erstaunen sehen kann, ein Lehrstück darüber, wie spannende Kinounterhaltung zu funktionieren hat.