Kritik enthält Handlungshinweise
Der nach der durchaus guten Romanvorlage von Peter Benchley 1975 entstandene Klassiker von Steven Spielberg ist ganz klar das Beste was in dem Genre der sogenannten "Tiere-Horror-Flime" bisher auf Zelluloid gebracht wurde.
Die Story hält sich dann auch relativ genau an die erwähnte Romanvorlage von Benchley. Der Film gliedert sich in zwei Teile die streng genommen sogar eigenständig funktioniert hätten. Zum einen der Teil der in Amity und Umgebung spielt und die Thematik wunderbar atmosphärisch und spannend aufbaut, der zweite Teil der die Protagonisten Chief Brody, Quint und Hooper auf der Orca bei der Jagd nach dem "großen Weißen" zeigt.
Eine der besten Szenen von vielen ist die nächtliche Unterhaltung mit entsprechendem Alkoholgenuß die aus der spaßigen gegenseitigen Darstellung der "Wunden und Narben" die das Leben geschlagen hat in die Erzählung der Ereignisse auf der USS Indianapolis übergeht, bei der Quint anschaulich und zum betretenen Schweigen von Hooper und Brody erzählt wie sich das Drama um den Untergang des Schiffes abgespielt hat bei dem innerhalb weniger Tage bis zur Rettung der Seeleute rund siebenhundert Mann, größtenteils durch Haie, ums Leben kamen ( historischer Fakt ), um dann jedoch mit einem Grinsen zu resümieren "Aber wenigstens haben wir die Bombe geliefert".
Ein weiteres, an seiner Prägnanz , nicht zu überbietendes Flimzitat ist "Wir werden ein größeres Boot brauchen" in der Szene als Brody nach anfänglicher Unsicherheit und Angst sich so langsam an die Haijagd auf der Orca gewöhnt hat und erstmals den Hai zu Gesicht bekommt.
Dieser Film funktioniert einfach perfekt, es ist keine Szene überlüssig, die Leistungen der Darsteller sind durchweg gut bis
sehr gut. Der Tatsache das das Haimodell anscheinend nicht richtig funktioniert und häufig streikte ist es, meiner Meinung nach, zu verdanken das der atmosphärische Aufbau so perfekt funktioniert.
Hier gilt wie so häufig ( eine meiner Lieblingsphrasen ) - weniger ist mehr. Der Hai ist über gut die Hälfte des Films nicht zu sehen
und genau das ist auch gut so, hieraus lebt die Spannung und der Horror, wegen mir hätte man noch auf ein Paar weitere Szenen mit dem Hai, im oben erwähnten "Teil 2" des Films, verzichten können.
Der Score ist mit Sicherheit einer der genialsten seiner Art in der Filmgeschichte.
Somit gibt es für diesen insgesamt wunderbaren Film,im übrigen auch der beste Streifen den Spielberg selbst je abgeliefert hat,
als Fazit nur eine mögliche Punktewertung 10/10