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Es gibt Filme, die können schon ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben und sind heute noch unübertreffbare Filme. "Der weiße Hai", der nun gut 45 Jahre auf seiner Rückenflosse hat ist einer dieser Streifen.


Ein schöner Badeort, jedes Jahr tolles Wetter, die Urlaubs- und Erholungsphasen, prall gefüllt mit Badegästen und dazwischen ein Monstrum der Tiefe! Genial und trotz solider Story ein Meilenstein. Ach, was hätte ich dafür gegeben diesen wenigstens einmal auf der Kinoleinwand zu sehen.

Der Film, aus den Fingern Spielbergs wurde nach dem Buch von Peter Benchley gedreht und der Film-Crew ist es gelungen, dieses auch unter den damaligen Bedingungen umzusetzen. Was heutzutage mal eben mit CGI in Szene gesetzt werden kann, wurde damals mühevoll aufgebaut, gestaltet und aufwendig in Szene gesetzt. Doch nun zum Film und seiner Handlung selbst.

Der "weiße Hai" startet natürlich am Strand von Amity. Bei einem Lagerfeuer und einigen Flaschen, alkoholischer Getränke bekommt der ein oder andere junge Mensch Lust auf Baden. Doch das hungrige Wesen lässt nicht lange auf sich warten. Noch ahnt niemand-, bis auf uns Zuschauern, was dort vor sich geht. Und das ist auch gut so, denn so wurde hier eine spannende Kurve erschaffen, wo wir zwar wissen, was da vor sich geht, jedoch steckt in jedem von uns die pure Angst bei dem Gedanken "ich weiß es aber sehe ebenfalls nicht, was sich unter der Wasseroberfläche abspielt!". Wer steckt da schon freiwillig vom Boot aus seine Hand komplett ins dunkle Wasser?! ;)

Die Spannungskurve in diesem Film steigt langsam aber beständig, wie die Flosse aus dem Wasser. Hier und da gibt es sogar Schockszenen zu sehen und alle Darsteller zeigen hier ihr Können. Die Leute am Set, sei es die Kameraführung, das Licht und alles andere stellen hier trotz der Aufwendigkeit unter Beweis, das sie erfolgreich sind und später nach der Veröffentlichung weiterhin sein werden. Alleine die Aufwendigkeit mit diesem Riesenexemplar von Hai, einfach wow!

Auch wenn so einige meinen, der Hai sei ein Witz, so ist dieser für mich, als ein Begleiter meiner Jugend weitaus attraktiver und beeindruckender, als so manch andere Haie der heutigen Computerkunst. Dieser Film hat die 70er Jahre mit seiner Spannung und seinem "Biss" neben Filmen wie "Alien", "The Texas Chainsaw Massacre" oder "der Exorzist"  geprägt. Und auch der Soundtrack geht mit diesem Film in die Halle der Meilensteine ein!

Trotzdem hat dieser Film einen bitteren Beigeschmack. Und das ist, dass der König der Meere und seine Artverwandten leider zum Hassobjekt der Menschen wurde!

Von mir bekommt dieser Film hier scharfe 10 von 10 Haizähnen!

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