Die japanischen Invasoren wollen in der chinesischen Ortschaft Kaa Yi eine Gasfabrik bauen. Hierzu wird die Bevölkerung unterdrückt, der regierende Youda beugt sich widerwillig dem Regime. Ming-Ming und ein paar Helfer werden in diese Situation hineingezogen und so beginnt man, sich gegen die Besatzer zur Wehr zu setzen.
Vor der Kulisse der 1930er Jahre und dem Zweiten Sino-Japanischen Krieg entfaltet sich so ein Martial-Arts-Abenteuer mit einigen Actionszenen und etwas historischem Hintergrund. Mit Michelle Yeoh (hier als Michelle Kheng geführt) hat man auch ein bekanntes Gesicht an Bord, welches damals noch relativ am Karriereanfang stand. Trotzdem ist sie schon eines der beiden Highlights des Films, hat einfach Charisma und beweist sich auch physisch in den zahlreichen Kampfsequenzen. Madame hat's eben drauf. Zweites Highlight, und was den Film ein bisschen rettet, ist generell die Action. Explosiv und rasant kommt sie daher, wird auch immer wieder eingestreut und gerade mit der Flucht aus dem Camp und dem Showdown flimmern mal größere Kaliber über den Bildschirm. Wenn die Kombattanten in den Nahkampf gehen ist das mitunter spürbar und die Stunts, wenn auch mal mit sichtbaren Seilen realisiert, machen was her.
Ansonsten ist "Magnificent Warriors" (oder wie der Film sonst noch so heißt) ein eher mediokrer Vertreter. Das liegt auch an der plumpen Charakterzeichnung auf beiden Seiten, da sind eben die Helden und die Bösen. Auch ist das Gebaren mancher Figur gewöhnungsbedürftig, selbst das Ableben mancher Leute drumherum ist kein Grund, die Laune sinken zu lassen. Die musikalische Untermalung ist ziemlich repetitiv, insbesondere die Hauptfanfare mag einem schon zur Hälfte des Films zum Halse raushängen und für meinen Geschmack dreht der von David Chung inszenierte Streifen zu oft an der Bildgeschwindigkeit. Auch wirkt das Werk immer wieder inszenatorischer ungeschliffen, manche Szenenfolge wirkt willkürlich zusammenmontiert. Das Tempo schwankt auch immer mal wieder, trotz der zahlreichen Action.
Diese ist, wie erwähnt, aber überwiegend gelungen und sorgt dafür, dass der knapp neunzigminütige Klopper seinen Unterhaltungswert nie über Gebühr einbüßt. Der große Wurf ist es allerdings nicht.