Review

Gesamtbesprechung

Wow! Edwige Fenech, Ray Lovelock, Alida Valli, Paolo Malco, Gabriele Ferzetti, Gudrun Landgrebe, Annie Girardot etc. Eine wahrlich nicht unbedeutende Darstellerriege in einem Giallo von Sergio Martino. Da muss man als alter Italo-Fan einfach den Mut haben reinzuschauen, auch wenn es sich dabei um eine ca. 5,5 stündige TV-Produktion handelt.
Um es vorwegzunehmen: Ich hab es nicht bereut, denn ich habe es genossen diese alten Stars aus einer vergangenen Zeit wieder zu sehen.
Die Handlung ist nämlich nicht einmal so unspannend. Es geht um einen Doppelmord an die Tochter von Edwige Fenech und ihren etwas älteren Liebhabers. Die Suche der Polizei nach dem Täter erweist sich als schwierig, da scheinbar jeder im Ort (Lucca/Toskana) irgendwie verwickelt darin zu sein scheint, aber echte Beweise lassen noch lange auf sich warten. Viele falsche Fährten werden gelegt. Jeder ist verdächtig. Denn jeder scheint etwas Dreck am Speck zu haben. Aber schliesslich bleibt nur eine Person übrig. Zwischen den leider sehr dialoglastigen und sicherlich viele in die Länge gezogenen Szenen, unterlegt mit einer eher 80er typischen Synthie-Sound (der manchmal nervt), schieben sich durchaus viele sehr schöne giallo-mässige Szenen, die die Handschrift des erfahrenen Regiesseurs zeigen und der sich im Laufe der Zeit einfach nur an den neuen Produktionsbedingungen angepasst hat (Berlusconi lässt grüssen).
Also, wenn man nicht mit hohen Erwartungen an das Ding herangeht, etwas Geduld und Toleranz besitzt, wird es durchaus geniessen können. Zudem die meisten Darsteller keine Laien sind (aber unter ihrem Wert verkauft werden). Denn wie gesagt, so unspannend ist der Film wirklich nicht und Lust zu wissen wer denn jetzt der Mörder war, hatte ich tatsächlich bis zum Schluss. Aber wahrscheinlich nur etwas für Italo-Fans. (7/10)

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