Review

Einen Zebrastreifen vom 80s-Classic entfernt

Kurz vor'm absoluten Klassikerstatus muss "License To Drive" irgendwo falsch abgebogen sein - meinen Spaß hatte ich dennoch auf jeden Fall! In der rasanten Autokomödie fällt ein Schüler krachend durch die Fahrprüfung und bekommt mächtig Bammel - warum dann also nicht auch noch den geliebten Cadillac des Vaters/Opas "ausborgen" und sich noch weiter in die Scheiße driften?!

Anschnallen und Gasgeben!

Etwas (heftig) Automobilwerbung, etwas Roadtrip, etwas Schulschwänzermeilenstein, etwas Heather Graham-Anbetung, etwas 80s-Vehikel, etwas Projektionsfläche und ölig-feuchter Wunschtraum... "License To Drive" hat schon ordentlich etwas unter der Haube. Schnelle Wagen, coole Jungs, freche Sprüche, eine unfassbar attraktive Mercedes. Warum's dann am Ende doch nicht für den ganz großen Wurf reicht? Vielleicht stimmt der Spannungsbogen nicht ganz, vielleicht hatte man Ähnliches zu der Zeit schon zu oft gesehen. Das sind meine vagen Thesen. Aber im Grunde konzentriere ich mich viel lieber darauf, was mir an dieser Autogaudi so gut gefallen hat. Und diese Liste ist deutlich länger. Beide Coreys haben bewiesenermaßen Chemie und Charisma. In die blutjunge Graham muss man sich einfach verknallen. Die Autos blitzen auch schön, obwohl ich jetzt gar nicht der Autonarr bin. Dafür spricht mich die John Hughes'sche 80s-Aura natürlich stark an. Die echten Stunts und Verfolgungsjagden ebenso. Und ehrlich gesagt hatte mich "License To Drive" schon in seiner horroraffinen Introtraumsequenz, wo all das bereits kombiniert und kulminiert wird. Mit einer doppelt und dreifach rauchenden Graham auf dem Beifahrersitz. Und um das Talent Corey Haim trauere ich auch heute noch massiv.

Der autogeile Ferris Bueller für Arme?

Fazit: Corey + Corey + Mercedes = ...und Abfahrt!

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