Review

Unter dem Titel "Casino Royale" ging knapp 40 Jahre vor Daniel Craigs James-Bond-Debut schon einmal ein Film gleichen Namens in die Kinos.

Mitte der 60er Jahre war der James-Bond-Hype auf einem Höhepunkt, und so lag es nahe, mit einer witzigen Parodie auf Agentenfilme dieser Art das zahlende Publikum in die Kinos zu holen - was mit "Casino Royale" leider weitgehend mißlang!

Der Streifen fiel mit seinen Albernheiten, seinem Klamauk, seinen müden Mätzchen schon damals bei Kritik und Publikum gleichermaßen durch und wirkt auch heute keineswegs kultig, sondern nur aufgesetzt und langweilig. Herzhaft lachen kann man nur selten. Der Schluß ist dann wohl für alle Zuschauer älter als 6 kaum noch erträglich.

Pluspunkte sind allenfalls die poppigen 60er-Jahre-Kulissen und die klasse Musik von Burt Bacharach, wenn auch der coole Song "The Look Of Love" (im Original von Dusty Springfield) in einer grausamen deutsche Coverversion von Mireille Mathieu eingespielt wird.

Der Film folgt überdies kaum einem roten Faden, sondern dient in erster Linie dazu, seinen Gaststars nacheinander ihre Auftritte zu ermöglichen.

Die teure Besetzung ist in der Tat eindrucksvoll (David Niven, Ursula Andress, Peter Sellers, Orson Welles, Woody Allen...), selbst Jean-Paul Belmondo und Peter O´Toole gewann man noch für Cameo-Auftritte. Die meisten Stars chargieren allerdings unter ihren Möglichkeiten, allen voran Deborah Kerr, die schrecklich übertreibt.

Fazit: der 67er Jahrgang von "Casino Royale" ist ein ziemlicher Käse, den sich nur hartgesottene Fans von coolem Sixties-Style antun sollten.

3/10

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