2003 gelang Jon Amiel mit „The Core“ ein mittelmäßiger Streifen, dem man zu viele Parallelen zu „Armageddon“ vorwarf. Mit „Feuerhölle“ ist es aber weitaus schlimmer, denn der wiederum kopiert „The Core“ fast 1:1 und das auf dem preisgünstigen Niveau einer TV-Auftragsproduktion.
Zunächst eine vielversprechende Exposition:
Ein Hund bellt einen Brunnen an, während sich Herrchen beim Fummeln mit seiner festen Dame befindet, auf ihr Drängen hin aber hinaus in die Nacht geht, um mal nachzusehen, warum der Köter gerade austillt. Nach zögerlichen Untersuchungen am Brunnen, (es könnte ja auch der „Ring“-Geist drin sein), schießt eine Feuerfontäne senkrecht empor und der Typ ist frittiert.
Der Höhepunkt also gleich zu Beginn, denn im weiteren Verlauf wird die Story von „The Core“ nahezu kongruent neu aufgetischt: Nuklearer Bohrer verursacht Plattenverschiebung im Erdinnern, so dass eine bemannte Kapsel hinein geschickt wird, um durch nukleare Bomben das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Anfangs erleben wir ein paar angedeutete Destruktionen, (für den kompletten Einsturz eines Hochhauses oder einer Brücke haben die Kenntnisse der CGI-Männer nicht ausgereicht, so dass nur Teile der Gebilde bröckeln), sowie die kurze Vorstellung der patriotischen Wissenschaftler, die später die Kapsel „The Mole“ fliegen dürfen.
Als diese das Erdinnere betreten, hat man den Eindruck, ein olles steriles Studio einer „Enterprise“-Episode zu sehen.
Hinzu gesellt sich ein heuchlerischer General Fielding, der schon unter drei amerikanischen Präsidenten gedient hat, im Einsatz aber weder Uniform noch Orden trägt und eine Zigarre im Mund hat, die schon seit Stunden ausgegangen ist.
Ferner werden terraphysikalische Fachbegriffe auf den unbedarften Zuschauer losgelassen, um so den Stumpfsinn der Story zu übertünchen, denn diese war schon im Original äußerst dürftig.
Spannung und Action sind offenbar auch im Erdinneren verloren gegangen, denn der Verlauf gestaltet sich als äußerst vorhersehbar, klischeebeladen und unspektakulär.
Selbst Hauptdarsteller Luke Perry, den einige noch aus der Teeny-Serie Beverly-Hills 90750, (Diese korrigierte Postleitzahl passt besser) kennen, rettet nur wenig.
Der ausgewogene Score von Sean Murray kann ebenfalls nicht viel glatt bügeln, denn diese sterile und preisgünstige Kopie ist schlicht langweilig und schon gar nicht innovativ ausgefallen.
3 von 10 Punkten.