Review

Es ist immer wieder schön ohne sämtlich Vorkenntnisse in einen Film zu gehen und dann davon überrascht zu werden. Dieses zweite Werk von Regisseur Laurence Malkin, „Five Fingers“ ist einer jener Filme.

Die Story kann auf jeden Fall überzeugen. Der Film beginnt zunächst mit dem Abschied Martij´s von seiner Freundin Saadia, da er sich um sein Ernährungsprogramm für längere Zeit nach Marokko begibt. Dort angekommen werden er und sein (Reise-) Begleiter sogleich im Bus gefangengenommen und verschleppt. Das erste was Martij richtig registriert ist die Ermordung seiner Begleitperson durch die Geiselnehmer...
Von nun beginnt eine wirklich sehr gut erzählte und durchdachte Geschichte. Ist der Zuschauer zu Beginn noch Felsenfest davon überzeugt dass es sich bei er Geiselnahme wohl um ein Versehen handeln muss, so dürfte sich das Blatt im Lauf des Filmes wohl ändern. Dabei stört auch nicht die relativ kurze Laufzeit von ca. 82 Minuten. Der Film lebt auch nicht von Action- oder Brutalo- Szenen, sondern vielmehr durch seine hervorragend geführten Dialoge, welche dem Zuschauer klar verständlich die eigentliche Thematik des Filmes nahe bringen wollen.

Sicher ist „Five Fingers“ auch ein sehr kritischer Umgang mit dem Thema Terrorismus, Geiselnehmern und deren Gegner. Aufgrund seiner ausgeklügelten Erzählart dürfte hierbei der Zuschauer aber wohl erst am Ende den vollen Durchblick haben. Und beim einen oder anderen könnte dieser Film auch durchaus einen bleibenden Eindruck bzgl. der Methoden zu den eben genannten Themen hinterlassen. Der gesamte Film spielt sich so gut wie in einem Raum ab, mal abgesehen von der Einleitung bzw. den gelegentlichen Rückblenden aus Martij´s Sicht. Umso mehr gebührt dem Film Respekt, dass er nur aufgrund seiner Thematik und den guten Darstellern den Zuschauer in den Bann zu ziehen vermag.

Eben genau diese Darsteller sind wirklich hervorragend besetzt, frei nach dem Motto Klasse statt Masse können die vier Hauptakteure durchwegs überzeugen. Allen voran natürlich Laurence Fishburne („Matrix“) und Ryan („L.A. Crash“), sowohl auch Gina Torres („Serenity“, „24“). Aber auch die attraktive Touriya Haoud kann in ihrem ersten zweiten Film in der Rolle von Martij´s Partnerin durchaus überzeugen. Außerdem auch schön Colm Meaney in der Rolle der leider etwas kurz geratenen Reisebegleitung von Martij.

Im Endeffekt sollte über den Film nicht zuviel verraten werden, da er doch sehr gut mit dem Zuschauer zu spielen vermag und des öfteren auf die falsche Fährte schickt. Vom Finale dürfte man dann auch mehr als überrascht sein, rechnet man zwar mit vielem, aber wohl nicht mit einem solchem Ende. Der Film ist sehr gut erzählt und hervorragend besetzt. Und er hat, was mir mitunter am wichtigsten ist, auf seine einfach aber doch grandiose Art und Weise eine bleiben Eindruck hinterlassen.

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