Ray Liotta spielt einen jungen Witwer, der eine dunkelhäutige Haushälterin, gespielt von Whoopi Goldberg, beschäftigt. Während seine Haushälterin eine Verbindung zu seiner kleinen Tochter aufbaut, wird er von seinen Nachbarn und von seinen Eltern kritisiert, da er eine Schwarze beschäftigt. Dann verliebt er sich auch noch, sehr zu Freude seiner Tochter, in seine Haushälterin.
Die Story ist eine Katastrophe. Die gesamte Story ist komplett nach dem gängigen Muster gestrickt und bietet überhaupt keine Überraschungen. Zu allem Überfluss verläuft die ganze Geschichte selbst im Vergleich zu anderen Tragi-Komödien viel zu glatt und unrealistisch. Es wirkt beinahe so, als wolle "Corrina, Corrina" nur möglichst schnell das Pflichtprogramm des Genres herunterspulen, ohne dabei eigene Ideen zu liefern. Die Charaktere haben dabei natürlich überhaupt keine Tiefe, da man sich lediglich bemüht hat, diese möglichst liebenswert zu konstruieren. Das Thema Rassismus wird dabei natürlich nur angeschnitten und nicht einmal ansatzweise mit Tiefe behandelt. Die Story ist sehr schlecht und viel zu kitschig.
Die Umsetzung von Regisseur Jessie Nelson ist leider kaum besser. Dies ist seine erste Arbeit als Regisseur und als Zuschauer merkt man die ganze Zeit über, dass ihm die Routine fehlt, denn spätestens seit "Ich bin Sam" ist klar, dass er wesentlich mehr Potential hat. Er spult die Story in einem sehr langsamen und damit langweiligen Tempo ab und leistet auch bei der Musik schlampige Arbeit. Die Musik, die im Zuschauer die ganze Zeit über ein geborgenes Gefühl erzeugen soll, versagt komplett und nimmt dem Zuschauer damit den letzten Grund, den Film vielleicht doch anzusehen. Er hätte auf jeden Fall ein höheres Erzähltempo vorlegen müssen.
Der Unterhaltungswert ist natürlich auch entsprechend niedrig. Durch das langsame Tempo und die hohe Vorhersehbarkeit kann der Film überhaupt keine Spannung aufbauen und über weite Strecken nicht einmal unterhalten. Nicht einmal das Wohlgefühl, dass ein solch kitschiger Streifen normalerweise erzeugen sollte, ist bei diesem missglückten Film drin. Da die Story so glatt verläuft wirkt der Film zu allem Überfluss auch noch naiv. Für eine Tragi-Komödie mangelt es leider sowohl an Humor, als auch an Tragik.
Whoopi Goldberg liefert eine solide Leistung ab und zeigt sich in der Rolle des beherzten Kindermädchens sehr stark. Nach ihrer Glanzzeit von "Ghost -Nachricht von Sam" und "Sister Act" merkt man auch hier, wie ihre Karriere über die Jahre in die Brüche geht und genau dies hier ist der Grund, nämlich dass sie nur noch potentiallose Rollen in banalen Filmen übernahm. Der Abstieg endete schließlich mit ihrer eigenen, verkorksten Serie. Ray Liotta, der an seine alten Erfolge von "Goodfellas" ebenfalls nicht mehr so richtig anknüpfen kann, präsentiert eine solide Leistung. Die Rolle passt jedoch überhaupt nicht zu Liotta, den man eher aus brutaleren Rollen kennt. Der übrige Cast ist ebenfalls solide.
Fazit:
"Corrina, Corrina" ist nach dem 0815-Muster gestrickt und damit leider sehr vorhersehbar und langweilig. Der schwache Film bietet weder Humor, noch Dramatik und ist damit erschreckend langweilig. Lediglich die guten Darsteller verhindern, dass der Film vollends ins Bodenlose abgleitet. Kaum zu empfehlen.