Amadeus gehört für mich zu den ganz großen Filmen.
Nicht aufgrund von Starbesetzung oder Spezialeffekten, sondern wegen der klaren, übersichtlichen und beeindruckenden Story. Von der Anfangsszene über die Aufführungen bis hin zum kargen Begräbnis zieht sich ein packender Handlungsstrang, der es wert ist, aufmerksam verfolgt zu werden. Die schwankenden Stimmungen zwischen den angsterfüllten, hoffnungslosen Bildern aus der Anstalt und den heiteren, albernen Momenten, in denen der junge Mozart das Leben voll auskostet, lassen ausgezeichnete Regie erkennen. Darüber hinaus ist der Film, und das ist unausweichlich, mit wunderbarer Musik angefüllt. Auch hier teils froh, wie während der Vorstellung der Zauberflöte teils ernst, wie z.B. die Totenmesse, die Mozart noch in seinen letzten Zügen zu vollenden sucht.
Ob die Verschwörung des Salieri gegen Wolfgang Amadeus Mozart auch nur annähernd der Wahrheit entspricht, kann man nur vermuten, doch auf jeden Fall ist aus dieser These ein gewaltiger und flächendeckend eindrucksvoller Film entstanden.