Review

Eine durchschnittliche amerikanische Familie hat eine Autopanne und bittet eine definitiv nicht durchschnittliche amerikanische Familie um Hilfe. Ihr Oberhaupt ist der "Surgeon General", ein finsteres Monster mit Metallgebiss, daneben gibt es noch "Plates", einen wahnsinnigen Zwerg, der mit rasiermesserscharfen Tellern wirft, "Brain", ein eigentlich normaler junger Mann mit einem riesigen Gehirn auf seinen Schultern, einen kopflosen Bodybuilder und eine Grossmutter, die nur äusserlich als liebe alte Frau durchgeht. Sogleich macht sich diese Meute über die durchschnittlichen Opfer her und schlachtet sie nieder. Einzig die Tochter überlebt, doch Freude kann nicht wirklich aufkommen – sie soll in der Mutanten-Familie bleiben und die Frau von "Brain" werden!

Verdammich nochmal, was ist denn da los im US-Hinterland, kaum ein Landstrich in dem nicht ein paar Psychopathen hausen die harmlose Touristen kaltmachen. Hiervon handelt auch Skinned Deep, dem man am besten als eine Mischung aus Haus der tausend Leichen und Muttertag auf Regionalliganiveau beschreiben kann, das ganze noch mit einer Prise Humor (funktioniert aber nicht immer) gewürzt und auf die ahnungslosen Zuschauer losgelassen. Von der Machart dürfte es sich um eine eher semiprofessionelle Produktion handeln, von den Beteiligten hat keiner so etwas ähnliches wie eine Karierre vorzuweisen und daran dürfte sich auch nicht viel ändern. Die Schauspieler scheinen zwar mit Spaß bei der Sache gewesen zu sein, aber Talent hat keiner so richtig. Wobei wie üblich in solchen Filmen haben die Antagonisten noch die besseren Rollen als solide durchgeknallte Hinterwäldlerfamilie, vermutlich aus Inzuchtrestbeständen gezüchtet, während die Überlebende Tochter, der man als Zuschauer ja die Daumen drücken sollte sehr sehr blaß bleibt. Trotzdem gibts beim Cast zwei große Lichtblicke, zwar nicht wegen der Schauspielerei sondern mehr wegen der Coolness. Zum einen der General mit seinem Crunchy Munchy Fangeisen Gebiß, bei dem sogar der Beisser aus James Bond neidisch werden könnte, zum anderen die lässige Rentner-Bike-Gang "The ancient ones", klasse Idee sowas, ich hoffe an meinem 120. Geburtstag bin ich auch so drauf wie diese Hells Angels Methusalems.
Leider hat der Film auch einige Längen in denen sich wenig interessantes tut, manche der Figuren wie etwa Brain wirken eher dümmlich als humorig, die Splattereffekte sind zwar manchmal recht derb andererseits oft sehr billig, da merkt man doch das nicht allzu pralle Budget. Die Synchronsprecher wurden ebenfalls leider wieder nur aus lustlosen unvermittelbaren Hartz IV-Empfängern Beständen zusammengetrommelt. Jo es gibt Licht und Schatten hier, mich würde nur mal interessieren ob das Branding im Vorspann wirklich echt war, wirkt zumindest so.
5/10

Details
Ähnliche Filme