Ach ja! Nachdem ja schon mit "Emanuelle 1" ein sinnlicher Erotikfilm gedreht wurde, musste auch davon eine Fortsetzung her. (Vielleicht auch weil solche einschlägigen Filme - ich nehme es vorweg - keine kostspieligen Explosionen beinhalten und dennoch sehr "publikumswirksam" sein können.)
Natürlich ist die Story auch hier eher ein simpler roter Faden als ein breitgelatschtes Epos mit vielen Handlungssträngen und die Dialoge sind zwar genreuntypisch seriös aber entbehren nicht einer unfreiwilligen Komik. Dennoch vermag der Film zumindest in optischer Hinsicht durchaus zu überzeugen. Die Erotik-Szenen (ich betone: Erotik-Szenen) sind sehr sinnlich und stark ästhetisiert herausgearbeitet (der "Höhepunkt" ist dabei die 3-minütige Szene in einem asiatischen Bade-, Wasch- oder Was-auch-immer-Salon) und darauf kommt es bei einer solchen Art von Film doch an - die Klasse sei dabei dahingestellt. Das trifft übrigens nicht nur auf den Film zu: über die Klasse des Regisseur Francis Giacobetti lässt sich ebenso streiten wie über das Ausmaß von Sylvia Kristels schauspielerischen Fähigkeiten.
"Emmanuelle 2 - Im Garten der Liebe" ist zwar ein schlechter Film, aber zumindest die musikalische Untermalung als auch die (über-?) ästhetisierten Erotikszenen sind über den Genre-Durchschnitt anzusiedeln. Aber was bedeutet das schon?