Nach vierjähriger Arbeit von Jamie Uys entstand dieser Dokumentarfilm,der einen farbenfrohen und vielseitigen Einblick in die Natur Südwestafrikas bietet.
Zunächst erfahren wir etwas über die Bewohner der Namibwüste,später über die der Kalahari.
Das geht von Laufkäfern über Geckos,Meerkatzen bis zu Pavianen,alles was man sich so vorstellen kann findet einen Platz und wurde in wunderbaren Bildern eingefangen.
Dabei gibt es neben einigen wenigen tragischen Momenten,wie der Todesmarsch der Pelikane vor allem jede Menge Witziges zu beobachten.
Ob es eine Meerkatze ist,die versucht ein Ei zu öffnen oder die besoffenen Tiere nach dem Genuss der faulen Marungafrüchte,für Heiterkeit ist stets gesorgt.
Dazu tragen auch die bisweilen sarkastischen Kommentare des Erzählers bei,auch wenn die Wortwahl zuweilen etwas angestaubt wirkt.Er erzählt heitere Anekdoten,die so manche Parallele zum menschlichen Wesen aufweisen können,wie das Eheleben der Warzenschweine oder dem stolzen Oberhaupt der Löwen,der beim Vorbeischreiten an einem Untergebenen auch mit nötigem Respekt angesehen werden will.
Sound-und-musiktechnisch hat man nicht nur Cartoon-Sounds als witzige Untermalung ausgewählt,auch vorwiegend klassische Musik kommt zum Einsatz,die nicht nur beschwingt,sondern auch gut auf die Bewegungen einzelner Tiere abgestimmt ist.
Da man versucht hat,möglichst viele Tierarten zu zeigen,wird einigen etwas wenig Zeit gewidmet und viele Informationen über Lebensweisen bleiben ein wenig oberflächlich.
Auf der anderen Seite wird hier eine Mannigfaltigkeit der Tierwelt Afrikas präsentiert,die man besonders im kargen Wüstenbereich gar nicht vermutet hätte.
Ein herzerwärmender Naturfilm,der erheitert und entspannt und garantiert nicht langweilig ist.
8 von 10 Punkten