Review

Millennium - Die 4. Dimension
Wenn Regisseur „Michael Anderson“ sich am Science-Fiction ran wagt, dann geht es meist grandios aus. Als Beispiel sage ich mal die Legende und Filmperle: „Flucht ins 23. Jahrhundert“ von 1976. Gut 13 Jahre später ein neuer Streich mit dem Titel „Millennium - Die 4. Dimension“ und auch hier eine absolut gelungene Atmosphäre und mitreißende Story, die fast perfekt umgesetzt wurde. Thema: „Zeitreisen“ und dessen Folgen.

Story:
„Bill Smith“ (Kris Kristofferson) ist so etwas wie ein Katastrophenexperte und sitzt mit im Untersuchungsausschuss der Luftfahrtbehörde. Seine Aufgabe, stets herauszufinden, was die Ursache für eine Katastrophe gewesen ist. Dieses mal untersucht er einen mysteriösen, doppelten Flugzeugabsturz. Der Flugschreiber gibt ihm hier aber Rätsel auf und er lässt nicht locker, bevor er der „wirklichen“ Ursache auf den Grund gegangen ist. Im Hanger, wo alle Teile des Wracks untersucht werden, verliebt er sich in die hübsche „Louis Baltimore“ (Cheryl Ladd) und verbringt auch gleich eine Nacht mit ihr. Am nächsten Tag findet er im Hanger ein merkwürdiges Gerät, das er nicht zuordnen kann. Er spielt damit rum und durch falsche Bedienung hat er sich selbst erst mal schlafen gelegt, doch er hat auch ein Zeittunnel geöffnet, aus dem jetzt seine „Louis Baltimore“ in komischer Bekleidung kommt, er selbst bekommt das nur im Dämmerzustand mit.

Die Ereignisse beschäftigen ihn immer weiter und so langsam wird ihm klar, dass er es hier mit dem Thema „Zeitreisenden“ zu tun hat. „Dr. Brindle“ (Al Waxman) bestätigt ihm in Sein Vermutungen, da er selbst sich Jahre lang mit dem Thema beschäftigt hat. Doch auch in der Zukunft läuft nicht alles so, wie es soll, den die Frauen können keine Kinder bekommen und auch sonst, hätte man sich in der Vergangenheit gewiss eine „schönere“ Zukunft vorgestellt, als sie tatsächlich ist. „Louis Baltimore“ ist in der Zukunft nämlich Gruppenleiterin einer Elite Einheit, dessen Aufgabe es ist, bei Katastrophen in der Vergangenheit, die Menschen, die diese nicht überlebt hätten auszutauschen.

In der Zukunft treten immer mehr Paradoxon auf, die ein Leben hier nicht mehr möglich machen, so tritt „Bill Smith“ zusammen mit seiner geliebten „Louis Baltimore“ die Reise von der Vergangenheit in die Zukunft von derer Zukunft an, um völlig neu anzufangen. „Gehen sie bitte ins Licht“ übrig, bleibt ein lustiger Roboter namens „Sherman“…

Na nicht schlecht, das ist mal ein packender und mitreißender Streifen, der definitiv nicht langweilig wird und eine ordentliche Packung Spannung bietet.

Wir haben es hier mit einem Film zu tun, der zwei Genres besitzt und durch eine Verschmelzung der beiden ein Drittes mit einbindet. Die erste Hälfte des Films ist ein ganz sauberer, Katastrophen Film, der das typische Szenario zeigt. Ein Flugzeug, eine Panne, ein Absturz und die Ursachenforschung, die hier allerdings mehr fokussiert wird als der eigentliche Absturz und wie es dazu kam. Im zweiten Teil des Films haben wir es mit einem schmutzigen, Science-Fiction Film zu tun, der auch typisch ein Endzeit Szenario zeigt, kurz vor dem aller letzten Untergang. Während im Laufe des Films diese zwei Genres geschickt ineinander übergehen und die Geschehnisse im Film langsam entschlüsselt werden, kommt sogar noch eine Art liebes Drama mit raus. Das sieht man in der Art zumindest nicht oft, so das allein der Aufbau des Films eine sehenswerte Angelegenheit ist.

Sehr gute Idee, grandiose Story, die das Thema Zeitreisen mal aus einer anderen Perspektive beleuchtet und gute Kulissen. Selbst die Details sind gelungen, ob es die rückwertslaufenden Uhren sind, oder der Senat, der sich hier in Glasbehältern mit Nährflüssigkeit befindet. All das ist sehr gut umgesetzt worden, ohne albern oder billig zu wirken. Man kauft dem Film Authentizität und Ernsthaftigkeit ab in einer Atmosphäre, die einem beim Zuschauen fesselt.

In meinen Augen ist dieser Film absolut sehenswert und zu empfehlen. Wer „Flucht ins 23. Jahrhundert“ gut fand, wird mit diesem Streifen auch was anfangen können.

Kleine Mängel gibt es beim Schluss, hier hätte ich mir doch die Zukunft etwas deutlicher gewünscht. Denn, auch wenn die Emotionale „geht, in das Licht“ Szenen einen berühren und die Vorstellung alleine Gänsehaut bereitet, hätte man doch hier noch eine Art „Happy End“ visualisieren können.

Fazit:
Spannende Science-Fiction Unterhaltung der anderen Art und völlig ohne Kitsch. So was muss würdig bewertet werden, daher ganz klar: 8/10

Details
Ähnliche Filme