Eine Handvoll erlesener, irdischer Kampfsportler muss in einem intergalaktischen Tunier die Welt retten...
Mortal Kombat ist eine der wenigen, gelungeneren Computerspielumsetzungen. Die Film-Charaktere sind dem geneigten Zocker hinlänglich bekannt und kommen auch recht spielgetreu und teilweise sympathisch rüber.
Paul Andersons Regieleistung finde ich durchweg gelungen. "Mortal Kombat" kommt der Computervorlage entsprechend bunt, detail- und einfallsreich ausgestattet sowie schick inszeniert daher. Die Kämpfe sind das eindeutige Highlight des Filmes und erinnern teilweise in ihren Moves an das Computerspiel. Vor allem der schnelle Soundtrack und die vielseitigen Schauplätze der Kämpfe lassen hier teilweise echtes "Mortal Kombat-Feeling" aufkommen. Negativ fallen jedoch einige schwache CGI-Effekte wie Scorpions berüchtigter Krallenangriff auf. Natürlich muss man hierbei auch berücksichtigen, daß die Computereffekte anno 1995 noch nicht ganz so weit waren.
Selbstverständlich erreichen, dem Massenpublikum wegen, im weiteren die Kämpfe nicht den Härtegrad der Spiele, denoch gibt es einige Fatalities und bekannte Special-Moves zu sehen. Auch die Choreographie der Kämpfe konnte mich insgesamt überzeugen, wenn gleich ab und an eine gewisse Eintänigkeit in Sachen Schlag- und Trittvarianten auffällt. Meine Favoriten sind eindeutig die Kämpfe Johnny Cages gegen Scorpion und vs. Reptile in der zweiten, besonders düsteren Filmhälfte.
Ich kann "Mortal Kombat" jedem empfehlen, der mit durchgestylten, bunten (Fantasy)-Kampfsportfilmen etwas anfangen kann. Auch ohne Kenntnis der Spiele ein ziemlich gelungener Film. Frelich sollte man hier nicht nach Anspruch oder echter Spannung Ausschau halten...