Suicide School Society
In Zeiten von "Töte Mädchen Lügen Nicht" sind Themen wie "Teenager-Selbstmorde" und Coming-Of-Age-Angst wieder in aller Munde, was ich als objektive Diskussion sehr begrüße. Der Semi-Kultfilm "Heathers" aus dem finalen Stadium der 80er nimmt sich u.a. diesen sensiblen und wichtigen Ansatzpunkten ebenfalls an - doch weitaus krasser, schockierender und morbider, witziger, pfiffiger und mutiger. Nicht realistisch, aber mindestens genauso nachhallend. In der kaum einem einzigen Genre zuordnenbaren Satire, geht es um eine junge Schülerin, die mit Hilfe ihres neuen Freundes den coolen und fiesen Schülern ihrer Schule nicht nur den Kampf ansagt, sondern ihnen mit in die Tat umgesetzten, tödlichen Fantasien wahrhaftig ans Leder und die Schulterpolster will...
"Heathers" ist eine heiße Mixtur - nicht nur weil viele der damals blutjungen Darsteller zu echten Stars wurden und schon hier ultraheiss & charismatisch sind. Als ob "Clueless" auf "Blue Velvet" trifft, bauscht sich hier ein Alptraumorkan aus Witz, Blut, bunten Farben, schlechter Mode und noch schlechteren Morden zusammen. Ein paar mehr Heathers hätten ruhig noch dran glauben können, gerne auch mit mehr rotem Lebenssaft. Ein paar Hits aus den 80ern hätten vielleicht noch mehr Pep reingebracht. Doch allgemein ist "Heathers" ein Trip, der gerade Jugendliche & ihre Ängste anspricht, der mit Nichts zu vergleichen ist, stark unterhält und der sogar heute noch durchaus Schockpotential besitzt.