Review

Die Geschichten um Caligula und Messalina sind bekannt, beide halfen Rom auf der Blüte seiner Herrschaft jene Dekadenz zu verleihen, die wir so gerne auf dem Bildschirm erleben.
Historisch gesehen hat der Film einige Patzer, der grobste Fehler: Messalina startete ihre Karriere nicht als Gladiatorenkämpferin, sie war einfach eine hübsche römische Patriziertochter.
Ansonsten ist die Erzählung der Geschichte akzeptabel, die Ausstattung und Bauten ist prächtiger als bei Tinto Brass`Caligula. Bei den Massenszenen merkt man zwar, daß diese aus anderen italienischen Sandalen-Filmchen entliehen sind, aber es stört kaum.
Die deutsche Synchronisation ist schwach, manche Dialoge könnten aus einem Mutzenbacherin-Film stammen, im altem Rom tut das den Ohren etwas weh !
Ekelhaft ist die Pferde-Kopulationsszene. Hatte eigentlich kein Lust auf eine Dokumentation von Pferdezucht. Kommt ja schließlich bei den "Mädels vom Immenhof" auch nicht vor !!!
Caligula und sein Hengst (der wurde Senator !) ist zwar historischer Fakt, aber die Skandalträchtigkeit die dahinter steckt, bleibt im Film ja doch unerzählt.
Ansonsten, die lasterhafte Atmosphäre kommt im Trailer sehr gut rüber, man freut sich auf den Film. Sieht man dann den Film, driftet der doch immer wieder arg ins Schmuddelfilmniveau ab.
Fazit: Wer an Ostern nicht zum 20.ten Mal "Ben Hur" sehen will, lege sich die Scheibe ein, aber gönnt euch dazu eine ordentliche Pizza und eine gute Flasche Chinati. Der Film allein ist ein bischen fad und eine Spur zu schmuddelig. Punkte 5/10 (Es gibt schwächeren Monumentalkitsch)

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