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Oftmals reicht es im Amateurbereich aus, mit passablen Effekten zu hantieren und einigermaßen Tempo in die Sache zu bringen, doch wenn mal wieder Zombies durch den Wald latschen und nichts weiter geschieht, als dass diese zu etlichen Heavy Metal Songs geplättet werden, ist bereits vor Ablauf der knappen Stunde Laufzeit die Luft raus.

Diese Schweizer No-Budget-Produktion hat vor allem das Problem, locker und humorvoll sein zu wollen und am Ende kaum etwas zu bringen, außer maßlosen Furzwitzchen und pseudo-coolen Sprüchen.
Dabei beginnt der Rückblick mit Ausschnitten des ersten Teils durchaus viel versprechend und auch als drei Freunde bei einem Typen einbrechen, um das ominöse Buch zur Leichenerweckung zu stehlen, ist noch ein wenig Pep auszumachen, - nur leider spielt sich fast der komplette Rest im Wald ab, wo man kaum etwas anders macht, als sich gegen Zombies zu wehren und das auf immer wiederkehrende Weise.

Auch das wäre zu verkraften, doch das geringe Budget, die schwache Bildqualität und der auf Dauer überstrapazierte Einbau von Kilars „Dracula“ Score lassen das Geschehen größtenteils witzlos erscheinen.
Mal hier ein paar gut platzierte Einschüsse, das Trennen diverser Gliedmaßen und ansatzweise kleine Ausweidungen, - das kann sich zwar auf Ebene der Effekte sehen lassen, doch bis auf das kurze Erscheinen von „Pinhead“ und den beiden Cop-Girls in Leder finden sich keinerlei markante Momente.

Den Mimen merkt man zwar die Freude beim Dreh an und gerade die krummen Typen scheinen eher sich selbst zu spielen, doch da hier weder Talent noch unfreiwilliger Humor zu finden sind, bringt auch dieser Aspekt keinen Pluspunkt.
Lediglich das ordentliche Editing und die sauberen Schnitte zugunsten flüssigen Tempos lassen das Geschehen nicht gänzlich langweilig erscheinen.
Respekt gebührt letztlich noch den Masken, den zahlreich vorhandenen Splatterszenen und auch solchen raren Momenten, als sich die Untoten aus dem Laub im Wald erheben.
Darüber hinaus gibt es nur einen inhaltlichen Höhepunkt in Form eines Abschlussgags.

Man könnte lange darüber debattieren, ob ein Freizeitprojekt nicht durch das eingeflossene Herzblut seinen Zweck erfüllt und die kleinen Huldigungen ans Genre über der eigentlich nicht vorhandenen Handlung stehen, - doch etwas Abwechslung im Einheitsbrei sollte dennoch zu erwarten sein, das gilt auch für den Amateurbereich.
Insofern trifft der Streifen eventuell einen speziellen Humor und wahrscheinlich sollten musikalische Vorlieben besser nicht von denen der Macher abweichen, doch wenn etwas Zombie-Gemetzel im Wald unter Verwendung der billigsten Handkamera und der Einbau von fast zwanzig Heavy-Songs alles ist, bin ich raus aus der Nummer.
3 von 10

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