Wer die Grenze zwischen Mensch und Tier überschreitet, findet das Grauen. Nach einem Unfall ist der Student Allan querschnittsgelähmt. Verbittert kapselt er sich von der Außenwelt ab und lässt niemanden mehr an sich ran. Da erreicht ihn ein Geschenk seines Freundes Geoffrey: ein im Labor gezüchtetes, trainiertes Äffchen, welches Allan den Alltag erleichtern soll. Was Allan nicht weiß: Das Äffchen wurde mit menschlichen Gehirnzellen modifiziert und ist telekinetisch mit seinem Herrchen verbunden. Und so nimmt es all den Hass und die Aggressionen von Allen in sich auf und gerät in einen erbarmungslosen Blutrausch.
Ich übernehme ja meistens die Pressetexte, weil ich finde, die Hauptfunktion eines Rezensenten ist nicht die Beschreibung der Geschichte und schon gar nicht bei einem Film, den eh die meisten kennen. Die Veröffentlichung des Mediabooks ist allerdings ein Grund, diesen nochmal zu bewerten und auch die technische Qualität zu begutachten.
Blutrausch ist vielleicht etwas überzogen, aber das Äffchen, welches am Anfang so lieb und freundlich daherkommt, kann mit Bewerbern um die Gunst von Allan nur sehr schlecht umgehen und wird desöfteren daher tätig, diese zu beseitigen.
Der einzige spätere Star dieses Films, nämlich Stanley Tucci spielt nur eine kleine Nebenrolle. Den Rest des Castes hat man entweder noch nie gehört oder mittlerweile wieder vergessen. Schade eigentlich, denn insbesondere Jason Beghe als Allan liefert eine superbe Performance ab. Die Rolle des desillusionierten, ehemaligen Sportlers, ist ihm wirklich wie auf den Leib gezimmert.
Bekannt ist eigentlich sonst nur noch der Regisseur George A. Romero, der hier einen recht ungewöhnlichen Streifen hinlegt, wenn man sich seine sonstige Vita einmal ansieht,die ja doch durch viele Untote hervorsticht.
Und damit sind wir auch schon bei den Extras und die sind reichlich. Wo KOCH immer diese Dinge ausgräbt ist mir ein Rätsel, denn Ende der 80er als dieser Film entstand, gab es ja nur Videos und da waren Extras nicht angesagt.
Hier gibt es neben einem alternativen Ende (Geschmackssache) einige seltene Interviews mit Cast und Crew, entfallene Szenen, ein Making of über den Hintergrund der Geschichte und noch einiges mehr.
Kommen wir zu den technischen Details. Der Bildtransfer ist anfangs mäßig, bessert sich aber nach einigen Minuten enorm und kommt auf gute DVD Qualität. Der Streifen ist mittlerweile ja auch schon 34 Jahre alt – dafür kann man mit dem Bild absolut zufrieden sein. Insbesondere die Schwarzwerte sind erstaunlich gut. Der Ton wurde ebenfalls etwas aufgemotzt und liegt im ordentlichen Mittelfeld.
Präsentiert wird das ganze in einem sehr schönen Mediabook, die man es von KOCH MEDIA kennt, welches DVD/BLURAY/EXTRAS-BLURAY beinhaltet.
Bleibt im Endeffekt als einziger negativer Punkt der vollkommen bescheuerte Filmtitel,aber dafür kann KOCH nichts, der wurde ihm damals schon verpasst und es wäre auch ungeschickt gewesen, diesen jetzt zu ändern.
Für Leute die diesen Film mögen ein hervorragendes Update. Die Bild-Qualität ist gut, die Extras reichlich. Der Film hat die Zeit zudem gut überstanden.