Review

Drei Gangster überfallen eine Bank und flüchten dann dummer Weise auf eine Insel, auf welcher sich gerade die Pforten der Hölle öffnen und eine Heerschar von blutrünstigen Dämonen ihre Machtübernahme startet…

DÄMONENBRUT ist ein von Nullapostel Andreas Bethmann ins Leben gekacktes Amateur-Splatterfilmchen der absolut dullsten, unansehnlichsten und billigsten Art.
Kein Scheiß: Ich hab das Tape jetzt geschlagene z w e i J a h r e daheim rumliegen und es erst jetzt geschafft, ihn auf mehrere Etappen verteilt ganz anzuschaun. Davor bin ich immer drunter weggepennt, was jetzt aber weniger an der unprofessionellen Machart des Films festgemacht werden kann, sondern vielmehr an seiner beißenden Langweiligkeit.
Trotzdem wird das Durchhaltevermögen, von dem man hier `ne ganze Galaxie von braucht, dann doch einigermaßen belohnt. Die Highlights des Films:
1. der Banküberfall mit der Exekution einer Baby Born-Puppe
2. die Tussi, die nackt im Meer schwimmt, und die wir als Zuschauer in der „Fotze unter Wasser“-Perspektive begleiten dürfen (sehr eindrucksvolle Bilder, mhm!)
3. die berüchtigten Kackwurst-Attacken: Tussi sitzt sinnloser Weise nackt in irgendeinem Zimmer rum, plötzlich nähert sich ihr vom seitlichen Bildschirmrand ein fallus-ähnlicher Tentakel, umschlingt sie und penetriert sie in jede mögliche Körperöffnung (kommt irgendwie einer unvorstellbar schlechten Realumsetzung von „Urotsukidoji“ gleich) und danach trägt Gepimperte die Saat des Bösen in sich – aha…
4. als die ganze Insel von sage und schreibe z e h n Dämonen überflutet ist, stürmen die Bundeswehrkumpels von Jochen Taubert (bekannt aus „Exhibitionisten Attacke“ und „Ich piss auf deinen Kadaver“) das Geschehen und the Party’s over.

Saublöd, total zusammenhangslos, bodenlos billig und kolossal langweilig – das die Schlagwörter, mit denen sich das hier Gebotene wohl am besten zusammenfassen lässt. Echt ein Graus und selbst für eingesessene Trashhasen und Premutosianer eine echte Durchhalteprobe.
Irgendwie haben die unbeholfen vor der Kamera rumstaksenden Dämonenlaien aber auch was sehr Sympathisches an sich. Der Gore ist zwar unterm Strich nicht wirklich erwähnenswert, da sehr grottig, und auch ungefähr so anwechslungsreich wie Fließbandarbeit (es hagelt Headshots, einmal werden Finger abgebissen und auf Fleischereiabfällen rumgekaut), mitunter sprudelt aus den Einschusswunden aber so übertreiben viel Bratensoße, dass einem unweigerlich die Mundwinkel gen Hemisphäre wandern.
Im Vergleich zu Teil 1 hat Bethmann also in Punkto Splatter nicht wirklich dazu gelernt, sondern nur an Hirnverbrühtheit gewonnen. Darüber hinaus geht DÄMONENBRUT auch schon merklich näher in Richtung Schmuddel-Porno. Kopuliert, wie bei den „Vegetarierinnen“, wird hier zwar noch nicht, die Nacktheit und die CloseUp’s von weiblichen Geschlechtsorganen nehmen schon deutlich zu.

Fazit:
Ein Graus! Wirklich in jeder Hinsicht bodenlos schlecht! Trotzdem irgendwie schon wieder so schlecht, dass man sich drüber amüsieren kann, wenn auch nur in sehr verkümmertem Maße.
Amateur-Splatter-Trash für Fortgeschrittene also. Ich bin echt kein Bethmann-Fan, aber irgendwie ist der Streifen schon ganz lustig…

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