Review
von VideoHunterS
Eine Gruppe californischer College-Kids unternimmt einen Ausflug in die mexikanische Baja-Wüste. Natürlich haben sie dort einen Unfall und stranden im Nirgendwo. Sie kämpfen sich planlos durch die Steppe und sind kurz vorm Verdursten, als sie auf eine Gruppe dubioser Männer stoßen, die Mitten in der Wüste eine Art Camp errichtet haben. Die Kids jubeln denn es gibt Bier en masse, doch als zwei der Männer über eines der sparsam bekleideten Mädels herfallen und ihren Freund abstechen ist schon wieder Schluß mit lustig und die Kids befinden sich erneut auf der Flucht...
Spree ist kein Trash, sondern ein halbwegs versiert gemachter Backwood-Actionfilm (nur ohne "wood", da in der Wüste spielend) mit solider Besetzung. Peter Graves, der den Anführer der Bande mimt, sieht aus wie ein Teilnehmer der Camel-Trophy 79. Und Ray Milland überzeugt als böser Professor. Was die Bande genau in der Wüste treibt, wird nicht ganz klar. Auf dem ITT-Videocover ist von Drogenschmugglern die Rede (wofür es im Film keine Belege gibt), die Kids vermuten daß die Männer nach etwas Wertvollem Graben, am Ende scheint sich aber herauszukristallisieren, daß sie irgendeinen Waffendeal durchführen wollen. Vielleicht ist es auch Lost in Translation in der deutschen Synchro, die stattdessen flappsige 70er-Jahre-Sprüche im Sekundentakt liefert.
Im Endeffekt ist es auch egal, Hauptsache die Badguys haben Dreck am Stecken und müssen alle Zeugen beseitigen. Das geht stellenweise recht blutig von statten und so bietet Spree kurzweilige Unterhaltung in einem ungewöhnlichen Setting. Nur die Musik enttäuscht - das uninspirierte Gedüdel könnte auch aus einem 50er-Jahre-Streifen kommen.