Wahnsinn – Dem Ideenreichtum, mit dem uns Tim Burton in seinem neuesten Werk „CHARLIIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK“ begegnet scheinen wohl kaum Grenzen gesetzt. Dieser Mann ist einfach unglaublich, genauso wie der vorliegende Streifen.
Obwohl alle Filme des Regisseurs ähnlich strukturiert und erzählt werden (Vergleiche mit „EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN“ oder „BIG FISH“ liegen nahe) ist doch jeder Film für sich ein kleines Meisterwerk des phantastischen Films.
In diesem Fall spielt wiederum Johnny Depp den Fabrik-Besitzer Willi Wonka auf eine begnadete Weise, dass seine One-Man-Show als Parodie irgendwo zwischen Michael Jackson, dem Grinch und Marylin Manson endlich den Oscar verdient hätte.
Das gleiche gilt für ein wirklich atemberaubendes Set-Design, dass die Arbeitsstätten der Fabrik-Arbeiter von den kleinwüchsigen Oompa-Loompas bis hin zu den Nüsse-sortierenden Eichhörnchen in beeindruckende Kulissen und Farben darstellt – Wenn das die Academy nicht überzeugt, weiss ich auch nicht mehr.
Dass Danny Elfman einen gewohnt passenden und überragenden Score für Tim Burton-Filme liefert, braucht man eigentlich gar nicht näher zu erwähnen.
Dies sind nur einige Vorzüge des Films – diese Detail-Verliebtheit und kindliche Spieltrieb, die Tim Burtons filmische Schaffens-Phasen prägen, machen den Mann für mich zum legitimen Nachfolger der Gebrüder Grimm und Märchenonkel des 20. Jahrhunderts.
Seine Filme sind einfach ein Erlebnis sondergleichen, visuelle Wunderwerke, die aller weiteren Beschreibung entbehren – Da macht auch Willi Wonka’s Geschichte keine Ausnahme! Einzig und allein die amerikanische Ansicht des Deutschen als bajuwarische Schokoladen-Anarchos (wohlgemerkt aus Düsseldorf!) stößt mich als quasi Betroffenen etwas auf - Na ja, man kann ja nicht Alles haben!
Anschauen Pflicht, Aus, Basta!
(9 / 10)