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Drei Piloten, die als eingespieltes Fliegertrio in ihren Tarnkappenbombern ihre Arbeit verrichten, bekommen unerwartet Verstärkung in ihrem Team, und das, obwohl sie bisher dachten, es gäbe außer den drei Maschinen, die sie fliegen, keine weiteren Modelle. Der vierte im Team ist allerdings kein Mensch, sondern ein Computer namens "Edi", der nach Wünschen des Militärs langfristig die gefährlichen Missionen übernehmen soll.

Weia weia, da schien ja Hollywood mal wieder der Meinung gewesen zu sein, mit der Top Gun Thematik könnte mal wieder ein Batzen Dollars einzufahren sein. Rob Cohen verfilmte dazu eine recht innovationsfreie Geschichte, die sich etwas auf stählerne Adler Niveau befindet. Auffällig ist besonders das die meiste Arbeit an diesem Werk der Computer hatte, alles was fliegt (und sei es in die Luft) stammt von der Festplatte. Die gerenderten Aufnmahmen sind zwar absolut in Ordnung, allerdings bin ich jetzt nicht der größte Fan von Anime Filmen mit Realhintergrund. Ein bißchen altmodische Handarbeit darfs auch mal sein. Die US Navy und Air Force dürfte der Film jedenfalls erfreut haben, die strammen Piloten erledigen aufrecht und kollateralschadenfrei ihren Auftrag, könnte auch als XXL Militär-Werbespot durchgehen. Überflüssig zu erwähnen das die Amis mal wieder uneingeschränkt den Weltpolizisten spielen dürfen, Angrifferlaubnisse und Überfluggenehmigungen sind ja schließlich was für Warmduscher und mal ehrlich mal eben die burmesische Hauptstadt bombadieren, merkt doch da keiner bei dem hektischen Treiben. Aber egal, Logik und vor allem Realismus sucht man hier generell vergebens. Da werden Multimillionenschwere Blechflieger gebaut, aber die paar lausigen Kröten für einen Blitzableiter, hat man wohl lieber für Pay TV im Cockpit ausgegeben und auch die Vermenschlichung der Maschine die lernt, zweifelt und ihre Moral wiederfindet soll dem Zuschauer wohl dem Klapperkasten irgendwie näher bringen, wirkt aber leider nur ziemlich dämlich. Selbiges gilt auch für die menschlichen Protagonisten. Das so ein Cast einen dermaßenen Stuß zusammenspielt ist schon wieder erstaunlich, aber mit so platten Charakteren und grenzdebilen Dialogen tun sich offensichtlich auch Oscarpreisträger wie Jamie Foxx schwer. Auch die beiden Lovestorys hätte man sich getrost sparen können, sie halten den Lauf der Ereignisse nur auf.
Denn einen Lauf hat der Film durchaus, die Fliegeraction aus dem Rechner kann sich nämlich durchaus sehen lassen, waghalsige Manöver, Luftkämpfe, Luft Boden Attacken, ist eigentlich alles dabei um ordentlich Remmi Demmi zu veranstalten. Um kurz zu sagen, die Action ist ok, der Rest völliger Murks. Für Avionikenthusiasten durchaus mal antestbar, realistische physikalische Manöver wird man nicht finden, aber das Tempo der Aktionen kann sich teilweise sehen lassen. Trotzdem ist Stealth ein zurecht geflopter Streifen, da schau ich mir lieber mal wieder Airplane an.
3/10

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