Review
von Alex Kiensch
Drei Kampfjetpiloten, die in ultramodernen Fliegern ausgebildet wurden, erhalten gegen ihren Willen einen vierten Wingman: den vollautomatischen, unbemannten Bomber EDI. Trotz ihrer Skepsis werden sie von ihren Vorgesetzten dazu verdonnert, bei einem Testflug die Fähigkeiten der Maschine zu proben. Als dabei ein Blitz in EDI schlägt und seine Schaltkreise zerstört, entwickelt das schwer bewaffnete Flugzeug plötzlich ein gefährliches Eigenleben und beginnt, nicht autorisierte Ziele zu bombardieren. Der Kampf Mensch gegen Maschine entbrennt.
Und er war noch nie so langweilig. Schon von der einleitenden Sequenz an ist klar, woran dieser Film interessiert ist: Action möglichst cool in Szene zu setzen, ohne sich dabei einen Pfifferling um Dinge wie Story oder Logik zu kümmern. So ist denn auch das Drehbuch eher ein schlechter Witz, wenn der Amok fliegende EDI plötzlich wieder auf seine menschlichen Befehlshaber hört und zur Krönung auch noch so etwas wie Emotionen entwickelt. Das kommt allerdings erst zum Ende und ist im Grunde nicht weiter von Belang. Denn letztlich geht es nur darum, so viele blindwütige Schießereien und haarsträubende Explosionen so dicht wie möglich aneinander zu reihen. Dass jede Explosion größer als die vorherige wird, macht den Film leider auch nicht besser. Und was das Schlimmste ist: Für eine teure Hollywood-Großproduktion sind die Spezialeffekte so schlecht, dass es schon beinahe peinlich ist.
Hinzu kommt, dass die Darsteller in den kurzen Ruhepausen zwischen einer Actionsequenz und der nächsten geradezu schockierend schlechte Leistungen zeigen. Allen voran Jessica Biel und Jamie Foxx, der immerhin verdientermaßen einen Oscar für seine Meisterleistung in "Ray" erhalten hatte, enttäuschen als gestandene Schauspieler auf ganzer Linie. Andererseits blieb ihnen auch nicht viel Raum für die Vertiefung in ihre Figuren, denn das Drehbuch erhebt sich an keiner Stelle über eine platte, klischeehafte Ansammlung von Stereotypen. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ihre meist dümmlichen Dialoge hölzern und gestelzt aufzusagen und ansonsten zu versuchen, sich so cool wie möglich zu präsentieren.
Immerhin könnten Actionfans auf ihre Kosten kommen, denn zugegebenermaßen gibt es eine ganze Reihe spektakulärer Kampfszenen. Wer von einem Film aber auch nur einen Hauch von Stil, Figurenzeichnung oder vernünftigem Drehbuch erwartet, sollte hiervon lieber die Finger lassen.