Europa 1944: In einem verwegenen Versuch, den Zweiten Weltkrieg noch vor Weihnachten zu beenden, starten die Alliierten die Operation „Market Garden“: 35.000 Mann landen hinter den feindlichen Linien im besetzten Holland. Inmitten der größten Luftlande-Operation der Geschichte hat eine kleine, britische Einheit mit dem Codenamen „Matchbox“ den Sonderauftrag, einen SS-Stützpunkt nahe Arnheim ausfindig zu machen, um von den Deutschen geraubte Kunstschätze wiederzubeschaffen.
The last Mission beginnt eigentlich recht vielversprechend, stimmig eingefangene (Computer-)Flieger setzen in Scharen zur Befreiung Hollands an (für Details bitte bei "a Bridge too far" einschalten) als einer der Lastensegler ausschert und ein Häuflein britische Soldaten zu einer Sondermission karrt. Auch die Kampfszene im Anschluß an die Bruchlandung ist recht gut eingefangen, allerdings sollte das die einzig gute längere Kampfsequenz sein, denn eine weitere gibt nur am Schluß, die aber eher lieblos choreographiert wurde.
Spätestens wenn die Tommys dann aber ein wenig zum Luftholen hinter den feindlichen Linien kommen, gilt selbiges dann auch für die Zuschauer, denn im wesentlichen wird dann nur über Feld und Flor gewandert, wenig interessant dialogisiert und um Authezität vorzutäuschen immer wieder Originalbilder aus dem Sequel des Weltkriegs von 14-18 eingeschnipselt. Dennoch bleiben die Charaktere reichlich flach, ob von der Truppe jetzt jemand Drogensüchtig ist oder einfach nur ein Feigling, spielt für den Ablauf praktisch keine Rolle, sondern dient eher zur Füllung der Laufzeit.
Auf deutscher Seite siehts dafür kaum besser aus, die schnieken SS Brigadeführer sehen aus wie Schulbuben und der windige Buchhalter nervt eigentlich nur. Einzig die kleine abtrünnige Resteinheit, die versucht sich die Kunstschätze unter den Nagel zu reißen wirkt einigermaßen ausgearbeitet. Auch die Stars des Films passen sich den nicht wirklich überzeugenden Leistungen an. Zane ist hauptsächlich fürs Sprücheklopfen zuständig und versucht auf cool zu machen, hat aber eigentlich nix irgendwie heldenmäßiges zu tun und Madsen spielt den Vorzeige Ami auch mehr auf Autopilot.
Am Schluß jedenfalls gibt es vier verschiedene Gruppen, die sich mehr oder weniger jeder gegen jeden um die wertvollen Präziosen balgen, denn letztendlich gibt es auf beiden Seiten eigentlich nur geldgeile Gauner, wobei die Schlußpointe wiederum sehr gelungen ist.
Ein wirklicher Reißer ist the last Mission dann nun nicht geworden, aber erträglich ist er allemal. Hin und wieder blitzt sogar ein wenig Humor auf und auch wenns mit der historischen Authentizität gewaltig hapert, kann man sich diesen Kriegs/Abenteuer/Buddymovie/Drama Dingensmischmasch durchaus mal antun.
5/10