In dieser TV-Miniserie nach einer Kurzgeschichte von Stephen King geht es um eine Gruppe Flugpassagiere, die während eines Flugs einschlafen und beim Aufwachen feststellen, dass ein Großteil der Menschen spurlos verschwunden ist. Das Flugzeug landet schließlich auf einem verlassenen Flughafen – ohne Menschen, ohne Geräusche, ohne Zeit. Nach und nach erkennen die Überlebenden, dass sie irgendwie aus der Gegenwart gefallen sind und sich in einer Art „toter Zeit“ befinden. Die Gefahr rückt näher in Form der titelgebenden „Langoliers“ – gefräßiger Wesen, die alles verschlingen, was zur Vergangenheit gehört.
Klingt geil? Ist es eigentlich auch – die Grundidee ist typisch Stephen King: mysteriös, spannend, mit einem Hauch Sci-Fi und Paranoia. Aber leider hat es die Umsetzung verkackt. Statt Suspense gibt’s in vielen Szenen Leerlauf, statt beklemmender Stimmung bekommt man Dialoge mit Seifenopern-Charakter. Die Effekte? Katastrophe. Die CGI-Langoliers wirken wie aus einem 90er-Jahre-Billigspiel – da kommt einem eine Playstation 1 fast wie ein Quantensprung vor.
Der Film leidet unter typischen TV-Miniserien-Problemen: niedriges Budget, unfreiwillige Komik, schlechte Effekte und zu viel Laufzeit. Ein knackiger 90-Minüter hätte hier Wunder gewirkt – aber das, was hier über zweieinhalb Stunden auf zwei Teile gestreckt wurde, zieht sich wie Kaugummi.
Fazit
Spannende Grundidee, wie man sie von Stephen King kennt, wird hier in billigster 90er-TV-Manier verheizt. Viel Leerlauf, grauenhafte Effekte, enttäuschendes Pacing. Schade drum.