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Und ewig grüsst die Zeitschleife!



Das Thema Zeitschleife und Reisen in die ewigen Ären übte schon immer eine gewisse Faszination auf Filmemacher und Zuschauer gleicherseits aus. Nach den genialen "Back to the Future" Erfolgen, sicherte sich der Australier Peter Hyams seine eigene Kreation dieser Thematik und setzte dabei auf Schauspielgarant van Damme, der mit einigen Reissern seine Fans beglücken durfte. Also wieso nicht auch ein Zeitreisender Mr. Muscles von Brussels? Denn Hyams wollte die schiere Sci-Fi Thematik in ein ordentlich actionlastiges Gewand packen. Lässt sein Lebenslauf als Director doch so einiges an Erfahrung im Sektor Fantastischer Film abgewinnen, wurde nichts dem Zufall überlassen und liess das Produzententrio um Moshe Diamant, Sam Raimi und Robert Tapert fungieren. Randnotiz nebenbei: "Timecop" basiert auf einen 1992 erschienen Comic und wurde sehr sehr lose, billig und schludrig 2003 fortgesetzt; allerdings ohne den Kampfbelgier.


Nachdem 1994 die Frau von Cop Max Walker von düsteren Gesellen in dessen Haus ermordet wird und auch er den Kugeln zum Opfer fiel, allerdings durch Glück überlebte, arbeitet er für die Sonderkommission TEC als Agent,die illegal Zeitreisende, welche diese Zeitsprünge für Ihre Machenschaften missbrauchen, aufspüren und zurückbringen, damit Ihnen gerichtlich der Prozess gemacht wird. Dann ereignet sich eines dieser illegalen Verbrechen aus höchsten Kreisen: Senator Mc Comb, der die Präsidentschaft vor Augen hat, benötigt Geldmittel für seine Kandidatur und reist in die Vergangenheit, um einige Fehler zu korrigieren. Als Max nebst zugewiesener Kollegin die Sache unterbinden will, gerät er ins Kreuzfeuer von Mc Comb und seinen brutalen Handlangern, die ihn tot sehen wollen.


Ein Zeitreiseschmankerl der extravaganten Sorte. Der Fokus liegt hier klar auf der Action, ohne die der Belgier nicht überleben könnte, denn reines Anspruchs-Charakterkino wurden ihm nicht in die Wiege gelegt; was aber alles seine Berechtigung hat. Hier darf er wieder aus seinen Kampfressourcen schöpfen, einen Tischspagat quer hinlegen und andere Handkantenbeats ausführen. Cool verpackt und mit augenzwinkernden Sprüchen garniert, wird aus der etwas komplexen Story, die nicht frei von Logikschwächen ist, was der Zeitreisethematik geschuldet ist, ein Freudenfest für die Glotzer.

Ein paar nette futuristische Computereffekte in anspielenden Szenen, die nicht minder an "T2" erinnern, aber günstiger produziert worden sind, handfeste, knackige Fights und ein temporeicher Plot, bürsten den Hauptprotagonisten passabel durch, der das tut, was er am besten kann; mit aufgesetztem Gefühl (für die Damenschaften) seine Muckis spielen lassen und die Schergen chronologisch zur Strecke bringen. Also alles nach Schema F, alles im Obi und Fans können aufjodeln.


Kurzweiliger Science-Fiction-Thriller mit Logikhängern und gelungener Action. Ist auf jeden Fall eine Sichtung wert und für Jean-Claude van Damme Fans Pflichtprogramm. Zudem noch einer seiner besseren Beiträge aus dieser Dekade. Visuell ansprechbar und ambitionierte 90er Kinounterhaltung.



Ist die FSK:16 Freigabe nachvollziehbar? Das blaue Siegel ist rechtens. Ein paar derbe Kampfmomente sind hier zu bestaunen. Auch werden hier knisternde Tode mittels Flambieren etc. dargeboten.

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