1965 stößt eine Flieger-Staffel über dem Bermuda-Dreieck auf ein riesiges UFO. Der Pilot Jack Grayson stürzt darauf hin mit seiner Maschine ab und verschwindet spurlos. Über dreißig Jahre später bergen Militärs das besagte Flugzeug und Jacks Sohn Dallas wird darauf hin in eine unglaubliche Geschichte verwickelt: Nicht nur, dass seine krebskranke Tochter Lisa praktisch über Nacht gesundet und offenbar in Kontakt zu einer Außerirdischen namens Angel steht... das kleine Mädchen wird zudem auch noch von dem skrupellosen Colonel Rosewater und seinen Leuten entführt, die im Auftrag des Regierungs-Honchos Lockwood handeln. Beim Versuch, Lisa zu beschützen, fängt sich Dallas einige Kugeln ein, wird allerdings von Angel reanimiert. Zusammen machen sich die beiden auf die Suche nach dem Kind, das über ein seltenes "Sender"-Gen verfügt, welches irgendwann einmal große Bedeutung für die interstellare Raumfahrt haben wird, denn Lisa kann sich in Sekundenschnelle an jeden beliebigen Ort teleportieren... "Destination Zero" ist ein ultra-übler Videotheken-Schrott aus der PM Entertainment-Klitsche, für den wohl der Erfolg von "Independence Day" den Ausschlag gegeben hat, denn die bildschirmfüllenden Auftritte von riesigen Raumschiffen schielen eindeutig nach einigen ikonischen Momenten aus dem besagten Roland Emmerich-Blockbuster, können aufgrund ihrer fadenscheinigen CGI-Herkunft allerdings keinem Vergleich mit diesen standhalten. Wer nun auf den Gedanken kommt, dass hier versucht wurde, dem großen Spektakel des Hollywood-Vorbilds nachzueifern, ist jedoch schief gewickelt: Allenfalls soll einem hier noch die übliche Car-Crash- und Stunt-Parade, für die das Duo Richard Pepin und Joseph Merhi gemeinhin in seinen Streifen bürgt, diesmal innerhalb einer echt bescheuerten Science-Fiction-Story angedreht werden. Okay, die Besetzung mit so prominenten Gesichtern wie Michael Madsen (der hier übrigens sehr gelangweilt agiert, obwohl er den Stuss auch mitproduziert hat!), R. Lee Ermey, Robert Vaughn und Steven Williams könnte einen da theoretisch schon ein wenig für diesen schieren B-Movie-Trash interessieren, wenn da nur die Handlung - in der übrigens auch die TV-Hit-Serie "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" mit ihrem Alien-Verschwörungs-Gedöns so ihre Spuren hinterlassen hat - nicht so elendig hirnrissig wäre und vorne und hinten jeden Funken Sinn vermissen lassen würde. Richard Pepin ist halt leider auch kein Regisseur, der aus einem Drehbuch-Kuddelmuddel mittels inszenatorischer Kabinettstückchen noch irgendein Kapital schlagen könnte... zumal das Buddy-Kumpel-Gehabe zwischen Madsen und der Alien-Schickse die Chose auch ganz schnell ins Lächerliche zieht. Schlimmer ist da echt nur das ausufernd-prätentiöse Tränendrücker-Happy-End, welches in zuckrigster Spielberg-Manier auf ein Publikum im Grundschulalter zugeschnitten zu sein scheint und das mal so überhaupt nicht zu einigen brutaleren Momenten und blutigen Shoot-Outs im Finale passen will. Im Bereich billiger Action-Streifen haben Pepin und Merhi auf jeden Fall schon Wertigeres abgeliefert, von daher: "Destination Mülltonne".
2/10