Hier kommt sie: die 7.538te Auflage einer gewöhnlichen, belanglosen und durchschnittlichen Liebeskomödie aus Hollywood für das leicht zufriedenzustellende Publikum.
Nur knapp etwas zum Inhalt:
Die kurze, hier auf der Übersichtsseite des Films gemachte Inhaltsangabe steckt zwar voller kleiner Fehler (Wahrscheinlich wurde sie aus einer Werbezeitschrift übernommen.); da die Rahmenhandlung dieses Films aber sowieso nur eine geringe Bedeutung hat, reicht es auch schon aus, die grobe Richtung zu kennen.
Ganz zerreißen kann ich den Film nicht. Es gibt wirklich POSITIVE Seiten, die ich vorne anstelle:
Die beiden Hauptdarsteller Diane Lane und John Cusack spielen beide sehr sympathisch wieder einmal sich selbst. Beide Personen schaffen es in jedem ihrer Filme, ihren netten Charakter liebevoll einzubringen. Bei beiden konnte ich allerdings auch in anderen Filmen noch nie feststellen, dass sie etwas anderes als sich selbst spielen konnten, aber sie kommen auch hier so nett herüber, dass sie der Zuschauer einfach ins Herz schließen muss.
Es gibt sehr viele Witze, die es wirklich schaffen, einen häufiger zum Schmunzeln oder lauter Lachen zu bringen.
Es wird mal ein nicht so abgedroschenes Thema ausprobiert. Außer dem sieben Jahre älteren, im Gegensatz zu diesem aber eher rührseligen Film "E-Mail für Dich" kenne ich keinen weiteren Film, der das Thema Internetbekanntschaften noch so ausgiebig behandelt. Hieraus ergeben sich insbesondere bei den Blind-Date-Treffen viele neue Wortspielereien.
Leider gibt es aber doch zu viel NEGATIVES im Film, was ihn letztlich doch entbehrlich macht:
Allen voran ist das Drehbuch löchrig, unrealistisch und dient auch nur dazu, die Witze aneinanderzureihen. Eine Handlung ist zwar vorhanden, aber absolut nebensächlich und häufig auch blödsinnig. Manche witzige Begebenheit hätte einfach auch nur so auf die vorherige folgen können. Das Füllmaterial, welches diese Komödie auf Spielfilmlänge bringt, hätte besser herausgeschnitten werden sollen. Dann wäre der Film vielleicht nur halb so lang, dafür aber richtig klasse gewesen.
Insbesondere die ständigen familiären Einmischungen nerven von Anfang an. Für den Zuschauer ist es schon fast unerträglich (für die Hauptfigur des Films allemal), mit welcher Penetranz die Familie rund um die Uhr versucht, für die arme Single-Frau ein passendes (oder häufig auch unpassendes) Gegenstück zu finden.
Hinzu fällt von Anfang des Films negativ auf, dass sich im Leben scheinbar alles, aber wirklich alles, nur um die Frage zu drehen scheint: "Wie finde ich einen neuen Partner?" Da wird gekuppelt, gebaggert, gegrübelt und philosophiert als hätten die Menschen keine Zeit mehr für andere Themen im Leben. Und wenn diese es trotzdem zwischendurch schaffen, alltäglichen Dingen nachzugehen (hier insbesondere arbeiten und einkaufen), dann nur, um auch dort neue potenzielle Liebhaber aufzuspüren. Dies fällt deswegen unangenehm ins Gewicht, weil sich der Tagesverlauf eines Menschen einfach nicht immer nur ausschließlich um ein Thema drehen kann, hier aber jede noch so banale Gelegenheit genutzt wird, doch eben gerade alles wieder auf diese eine Frage zu lenken.
Und wie es bei Filmen aus Hollywood natürlich immer ist, wird auch immer schön noch ein wenig draufgelegt und hübsch übertrieben. Aber gut, an letzteres sollte sich der Kinogänger spätestens seit den 80er Jahren gewöhnt haben.
Die zwanghaften Versuche, ab und zu noch ernst verpackte Lebensweisheiten in den Film mit unterzubringen, wirken auch eher störend, da es diese nicht wirklich vermögen, zum Nachdenken anzuregen. Allerdings nehmen die Aussagen, wie z. B. "Liebesschmerz ist dazu da, um unsere Herzen wachsen und daraus etwas noch Größeres entstehen zu lassen" auch nicht überhand, so dass diese dann auch nicht ins Gewicht fallen.
Ach, eine positive Eigenschaft des Films habe ich noch vergessen; er leistet echte Aufklärungsarbeit:
1.) Ich wurde darüber informiert, dass es in den USA Kondome ausschließlich in Apotheken zu kaufen gibt.
2.) Sehr informativ ist auch die Aussage, dass sich Frischhaltefolie nicht zur Verhütung eignet.
(Ob beides wirklich stimmt, kann ich nicht bestätigen!)
Fazit:
Wer sich also auf kurzweilige Unterhaltung ohne Tiefgang einstellen kann, darf sich gerne auf einige komödiantische Einlagen freuen, auch wenn nur wenige Brüller dabei sind. Der Film wird also seine Anhänger finden. Die Bereitschaft, über das schwächliche Drehbuch hinwegzusehen, muss allerdings mitgebracht werden.
Die sympathischen Darsteller reißen für mich den Film noch in die bessere Hälfte der Bewertungsskala mit 6 / 10.