Review

Den Menschen imitierende Kakerlaken von Mannsgröße – zweite Runde.
Von Guillermo del Toros wenig inspirierendem, aber handwerklich noch sehr ordentlichem Film, der zumindest in ein, zwei Szenen in den U-Bahn-Stationen und Tunneln Meisterschaft bewies, nun also direkt zur Resteverwertung in Sachen „Direct-to-Video“:
Immerhin: es hätte schlimmer werden können, denn Regisseur Jean de Regonzac konzentriert sich ganz auf die klaustrophobische Situation, in der sich ihre Handvoll Hauptcharaktere befinden. Anstatt das Thema zu exploiten, führt sie die Handlungsorte auf ein absolutes Minimum (eine abrißreife Schule) zusammen. Dort haben wir wieder mal eine insektenversessene Lehrerin mit Dating-Problemen, einen schmucken Cop, einen großen und einen kleinen Schüler und dann natürlich noch ein paar Opfer, die an diesem Ort auch rumlaufen.

Für den Zuschauer werden die Details des Monsters erst mal geschickt ausgespart, später dann kommt man auch in den Genuß von Großaufnahmen, geglibbert und gesplattert wird auch ein wenig, aber nie selbstzweckhaft, sondern als Ergänzung für die ausweglose Situation.
Weitergesponnen wird die Story außerdem brauchbar, da hier nur ein überlebender Soldat der Kakerlakenarmee wie ein Berserker weiterkämpft. Was er allerdings von Alix Koromzay (eine sehr mäßige Wahl) will (sexuell gesprochen), bleibt im Dunkel.

Genervt hat mich das dauernde schlechte Wetter, jede Menge Rauch immer an den günstigsten Stellen und Häuse die sich katakombenhaft in unendliche Tiefen erstrecken, Gewitter gibt’s auch noch reichlich.
Weswegen zwischendurch plötzlich Regierungsagenten im Gebäude herumturnen, ist ebenso überflüssig wie ungeklärt, aber mit beiden Augen feste zu (und auf) kann man einfach ein schönes Stündchen Atmo-Ride mit der Verfolgungsjagd machen und die Riesenküchenschabe ist mehr als akzeptabel umgesetzt.

Angenehmes Zwischendurchhäppchen ohne allzuviele Ärgernisse! (5/10)

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