Beim Testlauf ihres Erdbohrers geraten die Wissenschaftler Dr. Perry und David Innes tief ins Erdinnere, wo sie auf eine unterirdischen Kontinent mit seltsamen Riesenpflanzen und prähistorischen Tieren stoßen. Zusammen mit anderen Menschen werden sie von menschenähnlichen Wesen gefangen und versklavt. Sie dienen den Mehas, großen Flugechsen, die die Menschen durch ihre hypnotischen Fähigkeiten kontrollieren. Unzufrieden mit der Situation zetteln die beiden Forscher einen Aufstand an.
Ein herrliches Beispiel für britischen Trash der Siebzieger schuf Kevin Connor mit dem sechsten Kontinent. Der Film wurde komplett im Studio mit einfachsten und geringen Mitteln gedreht, was das Kunstwerk dann aber auch in jeder Sekunde ausstrahlt. Die Kulissen schreien Studioset stets laut heraus, über die Pappmaschee Monster und Gummianzuguntiere lachen sogar die Japaner, deren Godzilla Kostüme seinerzeit auch nicht gerade ein Ruhmesblatt waren, aber gegen das hier wie Harryhausen in Hochform wirken.
Die Story entwarf laut Credits Tarzan Schreiber Burroughs, erinnert aber deutlich mehr an Jules Verner´s Reise zum Mittelpunkt der Erde. Dort landen nämlich unsere beiden Helden, die eigentlich nur mal kurz die waliser Berge mit ihrem überdimensionalen Bohrfahrzeug durchqueren wollten. Nach dem unglücklichen Abbieger zum Erdkern stoßen sie dabei nicht nur auf allerlei seltsames Getier, sondern auch auf Menschen die von Psycho-Pterodaktylen kontrolliert werden. Als aufrechter Held der Doug McClure nunmal ist, wird flugs eine Rebellion angezettelt, Carolin Munro bezirzt, während Peter Cushing als schusseliger Professor für den Humor zuständig ist.
Ernst nehmen darf man dieses Fantasy Abenteuer natürlich zu keiner Sekunde. Die Action ist leidlich spannend, scheitert aber natürlich auch an der Lächerlichkeit, die die meisten tierischen Gegener verbreiten oder auch an den technisch schwachen Rückprojektionen. Mir hats aber Spaß gemacht allein schon die mehrfach recycelten Sets und Bühnenbauten zu zählen. Dazu kommt eben noch der trashige, nostalgische Charme, für den man aber auch eine Vorliebe haben muß. Wer damit nichts anfangen kann, sollte um den Film einen weiten Bogen, für eine Partyrunde aber Spaß pur, am besten im MST3K Stil.
7/10