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Der von Erfolgsproduzent Luc Besson produzierte „The Transporter“ gehörte 2003 zu den Überraschungshits im Actiongenre, umso erfreulicher das es nun eine Fortsetzung gibt. Der smarte Brite Jason Statham darf erneut in seine Paraderolle des Kourierfahrers Frank Martin schlüpfen.

Dieses Mal verschlägt es Frank Martin vom beschaulichen Frankreich ins turbulente Miami. Für einen verhinderten Freund erledigt er dieses Mal nicht explosive Transportfahrten für zwielichtige Gestalten, sondern mimt den Babysitter. Doch seine Vergangenheit holt ihn schneller ein als ihm lieb ist – Ganoven haben es auf das Kind abgesehen das Martin beschützen soll. Als sie den Jungen nach einem Arztbesuch in ihrer Gewalt haben, steht Frank Martin auf der Abschußliste. Dieser heftet sich nun an die Fersen der Verbrecher – eine actionreiche Jagd beginnt…

„The Transporter“ war seinerzeit ein erfrischender Actioner mit reichlich Martial Arts, die Fortsetzung bietet nach wie vor viel davon, der Charme ist aber leider etwas auf der Strecke geblieben. Jason Statham hat glücklicherweise wenig von seiner Ausstrahlungskraft verloren, er bietet immer noch einen netten Kontrast zu Vin Diesel oder wer sonst gerade angesagt ist in Hollywood. Ein verschlossener, stiller Held der auch ohne lässige Sprüche saucool ist.
Man muß aber auch leider sagen das sich „Transporter – The Mission“ stark an amerikanisches Blockbusterkino angepasst hat, die malerischen französischen Landschaften sucht man vergebens. Stattdessen gibt es eine US-Metropole mit einer Menge heißer Wagen, hübschen Mädchen und allem was man auch schon aus „Bad Boys“ kennt. Auch in der Produktion hat man sich zusehends Hollywood angepasst: es gibt reichlich Verfolgungsjagden, Blechschäden, eine Menge Schusswechsel und dergleichen. Hier kann besonders der Audi A8 W12 glänzen, der Product Placement hin oder her in wirklich jeder Szene eine Augenweide ist.

Wie auch schon in Teil 1 entziehen sich viele Stunts der Realität, Hauptsache es sieht auf der Leinwand gut aus… brainless Entertainment sozusagen. Da fährt der Transporter im Audi schonmal über zwei Hausdächer oder stürzt sich samt Wagen waghalsig von einem Hochhaus ins nächste. Was mich aber noch mehr störte ist die Tatsache dass die große Stärke des Prequels, die furiosen Martial Arts Einlagen, nur noch sehr spärlich auftauchen. Das ist sehr schade, bieten die sonstigen Actionszenen oft nur altbekanntes. Etwas enttäuschend sind auch die Visuellen Effekte, welche oft als solche zu enttarnen sind. Das Flugzeug im Showdown sieht extrem künstlich aus und auch der ein oder anderen Explosion ist ihre Herkunft anzusehen.

„The Transporter 2“ ist unterhaltsames Actionkino nach bewährten Rezept: viele Stunts, tolle Karren und coole Sprüche. Das Feeling vom Original kommt leider zu selten auf, dazu fehlt der Charme und es mangelt an deftigen Martial Arts Szenen. Brauchbare Fortsetzung also mit einem souveränen Jason Statham, man sollte die Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben.

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