Frank Martin ist von Beruf Transporter. Dass er dabei nicht gerade für ein Postunternehmen arbeitet, bewies er schon im ersten Teil, der passend zum Thema "The Transporter" hieß. Ja, und nun werden Menschen transportiert. Oder besser ein Mensch: Der Junge Jack Billings. Klingt vordergründig wie ein leichter Job, wäre aber ziemlich langweilig und nicht gut für einen Actionfilm. Also kommen ein paar gemeine Typen, teilweise mit Akzent, und machen das Ganze interessant: Der Junge wird entführt und bekommt einen hypergefährlichen Virus gespritzt. Nun muss unser wehrter Herr Transporter zeigen, was man nicht bei der Post lernt...
Eine tolle Geschichte für einen stupiden Actionfilm, die viel Raum für Gewaltorgien in Form von Explosionen und Martial Arts lässt. Nur wenige Männer sind in der Lage, in einem solchen Film die schwere Rolle des Protagonisten zu übernehmen, doch wenn es einen gibt, der das kann, dann ist das Jason Statham. Nicht nur, weil er diese Rolle schon im Vorgänger inne hatte, sondern auch, weil er ein ziemlich monotones Gesicht an den Tag legen kann und fast so toll kämpft wie die Asiaten. Oder Jean-Claude.
Um mal ein bisschen sachlich zu bleiben: Das beste am Film ist das hohe Tempo. Perfekt unterstützt durch waghalsige Action kommt kaum Langeweile auf. Teilweise ist der Film zwar zu überdreht und verliert den Boden unter den Füßen, aber sowas erwarten wir ja schließlich auch von einem Film dieser Gattung. Jason Statham macht eine passable Figur und setzt die schön choreographierten Kämpfe tadellos um.
Andere Figuren bekommen zwar höchsten eine Pseudotiefe eingehaucht und hätten dem Film eher geholfen, wenn sie noch stärker in den Hintergrund getreten wären, doch ist so immerhin für die gewisse Alternanz gesorgt. Auch gibt es sinnentleerte Dialoge mit den typischen coolen Sprüchen, die zum Actiongenre gehören, wie die Brille zu Woody Ellen. Der Film wurde des Weiteren virtuos gefilmt mit einem zügigen, gut passendem Schnitt. Der charakterlose Score ist auch stimmig.
"Transporter: The Mission" ist ein übertriebener Actionoverkill, der nicht ganz so kompromisslos ist, wie man annehmen könnte. Trotzdem bleibt er dem Genre in all seinen Nuancen treu und wird allen anderen Erwartungen gerecht.