Der Erstling 2002 war ein Actionhighlight, klar dass man da eine Fortsetzung nachschieben muss. Allerdings ließ sich Luc Besson drei Jahre Zeit um dies zu tun. Er schrieb ja auch wieder das Drehbuch und war auch hier wieder Hauptproduzent.
Regisseur Louis Leterrier hat mit " Transporter und Unleashed " bewiesen, dass er es drauf hat und durfte somit wieder auf dem Registuhl Platz nehmen. Auch bei " Transporter - The Mission " hat er wieder sehr gute Arbeit geleistet, obwohl das Hauptlob an Choreograph Cory Yuen gehen sollte, der sich auch wieder um die Action und vor allem um die Fight Szenen kümmerte.
Das Sequel kann leider nicht mit dem Orginal mithalten, obwohl es fast noch rsanter zur Sache geht, trotzdem verderben ein paar Zutaten etwas den Brei. Aber ich habe ja schon oft dieses Thema angeschnitten, dass wir froh sein können, dass wir überhaupt mal wieder einen richtigen Actionkracher serviert bekommen. Ist leider in der heutigen Zeit sehr selten geworden.
Schade nur dass die deutsche Version wieder einmal ein paar Federn lassen musste. Trotzdem ist die FSK 12 Freigabe noch sehr großzügig, da der Film doch noch gewisse Härten besitzt. Aber die uncut Fassung wäre mir trotzdem lieber.
Inhalt:
Frank Martin ( Jason Statham ) ist nach Miami gezogen und ist dort ins Transportgeschäft eingestiegen. Um einem Freund auszuhelfen fährt er den jungen Jack ein paar Tage zur Schule. Doch bei einem Arztbesuch wird der Kleine gekidnappt. Frank kommt hinter eine große Verschwörung. Denn Jacks Vater Jeff Billings bekämpft Drogen in der Stadt aufs äußerste und nun soll er dafür bezahlen. Dafür injiziert man dem Jungen ein Virus, welches durch den Atem übertragen wird. Frank ist derweil auf einer rasanten Hetzjagd durch die Stadt um das Gegenmittel zu finden. Doch die Schergen des Drogenbosses Gianni ( Alessandro Gassman ) und seiner Flamme Lola ( Kate Nauta ) machen es dem Transporter nicht gerade leicht.
Die Story ist eindeutig flacher als im Erstling, bietet kaum Wendungen, oder gar eigene Ideen. Das Meiste ist vorhersehbar, aber trotzdem kann man die Story noch als solide bezeichnen.
Auch ein Kulissenwechsel wurde vorgenommen. Frank lebt nun im sonnigen Miami und arbeitet dort weiter. Daher findet die rasante Hetzjagd auch wieder vor einer total exotischen Kulisse, wieder mit Bildern wie aus dem Urlaubsvideo.
Auch der Score braucht sich nicht vor dem Orginal zu verstecken, denn auch hier fährt man wieder eine sehr ordentliche Untermalung auf und eine abwechslungsreiche dazu. Diesen Part erledigte Alexandre Azaria.
Die Rasanz und der Actiongehalt wurden gehörig erhöht und auch hier dominieren wieder grandios choreographierte Fights die Action. Cory Yuen hat hier großartige Arbeit geleistet und benutzt hier auch wieder allerhand Gegenstände, wie zum Beispiel Früchte oder einen Wasserschlauch, um die Fights noch furioser wirken zu lassen.
Dafür hat man den Schusswaffengebrauch ordentlich zurückgeschraubt und Erschießungen geschehen meistens nur im Off.
Dafür können die Verfolgungsjagden wiederum punkten. Explosionen, Blechschäden und furiose Stunts lassen das Herz höher schlagen.
Leider gibt es hier auch eine Kehrseite, nämlich der Einsatz von CGI, leider der merklich schlechte Einsatz. An Budget war genügend vorhanden, darum kann ich dies nicht verstehen, außerdem rauben sie dem Film an Qualität und Orginalität.
Da ragt vor allem die billige Explosion des Helikopters heraus, welcher schon nach 5 Schüssen explodiert, lächerlich. Auch der mehr als übertriebene Stunt, als sich Frank die Bombe von der Unterseite seines Autos mit dem Kran abreist, ist einfach zu viel des Guten. Des weiteren sehen einige Aufnahmen im Showdown mit dem Privatjet sehr billig aus. So etwas kann einen Film kaputt machen und es ist hier nun mal so schlecht gemacht, dass es sogar einem Laien auffällt. Finde ich sehr schade, hätte man vermeiden können.
Jason Staham als Frank Martin enttäuscht aber keineswegs. Er ist auch hier wieder die Coolness in Person und die Ruhe selbst. Hier tritt er noch mehr in Aktion als im Erstling. Auch seinen Humor hat er nicht verloren und setzt auch hier wieder seine Gegner sehr spektakulär außer Gefecht.
Um noch mehr Humor in das Geschehen zu bringen darf Francois Berleand wieder eine Nebenrolle als Inspektor übernehmen, welcher bei Frank zu Besuch ist. Er lockert das teils sehr ernste Geschehen auf und vor allem seine kulinarischen Beiträge zur Polizei von Miami sind gut gelungen.
Der Gegenpart von Frank ist Drogendealer Gianni, welcher von Alexandre Azaria verkörpert wird und seine sexy Frau Lola, gespielt von Kate Nauta. Leider sind dies ziemliche 08/15 Charaktere.
Fazit:
Das Orginal wird leider nicht erreicht. Schon allein die Story ist flacher und vorhersehbarer. Dafür bekommt man auch hier eine reine Urlaubskulisse und einen tollen Score geboten. In punkto Rasanz wird das Orginal sogar getoppt, denn Action ist hier mehr vorhanden. Es wird viel gekloppt, mit gewohnt brillanter Choreographie von Cory Yuen, ein paar kleine Shootouts sind auch vorhanden und Verfolgungsjagden dürfen auch nicht fehlen. Auch viele Blechschäden und Explosionen bekommt der Zuschauer zu sehen. Nur trüben ein paar echt miese CGI Effekte den Spass etwas. Der Humor ist wieder vorhanden und passt auch hier wunderbar und die Darsteller machen ihre Sache auch wieder gut.
Transporter - The Mission ist mit seinen knapp 80 Minuten ein sehr kurzweiliger Film, der ungeheuer gut unterhält.