Transporter, die Zweite.
Frank Martin ist wieder im Dauereinsatz. Diesmal geht es um einen entführten Jungen, ein tödliches Virus und die gewohnte Schar an Bösewichtern, denen Der "Transporter " im Alleingang das Handwerk legen muss. Nix neues also in derlei Actionspektakeln. Alles schon mal dagewesen und.....leider auch schon viel besser gesehen.
Denn TTM krankt doch an allen Ecken und Kanten. Zum einen gibts Logiklöcher fast im Minutentakt. Ok, man darf natürlich nicht erwarten, dass in einem solchen Film alles wissenschaftlich genau abläuft. Aber was uns Monsieur Letierre hier präsentiert sprengt den Rahmen doch gewaltig. Ob Martins unkaputtbarer Audi, seine trockenen Klamotten wenige Minuten nach einer Sprinklerdusche, die Zimmertür die eine ganze Salve grosskalibrige Munition abhält, einen Flugzeugabsturz ins Meer bei dem der Flieger an einem Stück bleibt und sinkt, obwohl die Kabine noch über die Hälfte mit Luft gefüllt ist u.s.w.
Das ist schon sehr grob, was uns da zugemutet wird. Von den völlig überzogenen Autostunts mal ganz zu schweigen.
Zum zweiten bleiben die Figuren allesamt zweidimensional, sogar Statham's Coolness wirkt irgendwie steril. Zwar ist er körperlich sehr präsent, jedoch weit entfernt von der Performance in "Crank". Irgendwie lustlos. Pluspunkte gibts allerdings für den Oberfiesling, der durchaus böse rüberkommt.
Bestenfalls zweitklassik ist das CGI, als Martin ins Bugfahrwerk des Fliegers klettert, sowie die gesamte Absturzsequenz desselben. Und geradezu lächerlich ist die Szene als er die Bad Guys mit dem Wasserrohr verdrischt, das zwar bei jedem Treffer ordentlich "PLING" macht, aber sich dabei verbiegt wie eine Schwimmnudel. Also bitte!! Das sollten sowohl Regiesseur als auch der Kameramann sehen.
Da ich vom Drehbuch ohnehin nichts weltbewegendes erwartet hatte, hält sich meine Enttäuschung darüber in Grenzen.
Ne ne, das war nicht wirklich ein grosser Wurf. Die Handlung ist durchaus straff durchgezogen, es gibt keine nennenswerten Längen und Statham beweist, dass er es absolut draufhat mit dem draufhaun. Aber das ist dann doch n gutes Stück zuwenig, angesichts der offensichtlichen Schwächen die der Streifen im Gepäck hat.
Da kann auch ein Jason Statham nix mehr rausreissen. Ich denke mal mit sechs Punkten für grade noch guten Durchschnitt ist der Transporter fair bewertet.